Nazis raus aus Geiselhöring

Veröffentlicht am 28.11.2010 in Veranstaltungen

Rainer Pasta, Vera Wessely, Angela Ramsauer, Johannes Faden, Maria Reicheneder, Stadtpfarrer Josef Ofenbeck und Büchereileiterin Elisabeth Dengler (von links) bei der Übergabe der Bücher.

Bücher gegen RECHTS
SPD organisiert Buchpatenschaft

(ah)In den zurückliegenden Monaten fanden in Geiselhöring nicht zuletzt wegen eines geplanten Bauvorhabens des in der Stadt ansässigen „Wikingerversandes“ verschiedene Aktionen zum Thema „Gefahren des Rechtsextremismus“ statt. So gab es unter anderem eine Podiumsdiskussion über das Problem „Extremismus“. Anlässlich dieser Veranstaltung und bei weiteren Anlässen wurde, wie Johannes Faden, SPD Ortsvorsitzender und einer der Initiatoren berichtet, mit einem kleinen Sparfrosch um Spenden gebeten. Der SPD- Ortsverein sammelte auch noch bei anderen Gelegenheiten für „Bücher gegen Rechts“.

Aus dem erzielten Betrag konnten nun vier Buchpatenschaften für die Stadt- und Pfarrbücherei finanziert werden. In Abstimmung mit dem Leitungsteam dieser Einrichtung, wurden Bücher angeschafft, die sich mit der Problematik Rechtsextremismus, Gewalt und Terror befassen. Gemeinsam wurden sie nun offiziell in der Bücherei übergeben. Dabei betonten Johannes Faden, Angela Ramsauer und Stadtpfarrer Josef Ofenbeck, dass es ein positives Zeichen sei, wenn sich die Bürger mit den Gefahren des Extremismus, egal von welcher Seite er komme, auseinandersetzen und sich dagegen wehrten. Dadurch werde deutlich, dass man dieses Gedankengut nicht akzeptieren und nicht am Ort haben wolle. So eine aktive Demokratie pflege das Miteinander in der Stadt. Es gelte den Anfängen zu wehren, genau hinzuschauen und hinzuhören, zu informieren und die Lehren aus der Geschichte zu ziehen. Extremismus, gleich welcher Art, sei nie etwas Gutes.

Die in der Bücherei nun zur Verfügung stehende Literatur zum Thema „Extremismus“ spreche nicht nur Erwachsene an, sondern sei auch für Jugendliche, beispielsweise zur Ausarbeitung eines schulischen Referates, eine brauchbare Informationsquelle. Ab sofort stehen die Bücher „Das Buch gegen Nazis“, „Wenn Kinder rechtsradikal werden – Mütter erzählen“, „Der Kampf um die Demokratie – Der Extremismus, die Gewalt, der Terror“ und „Die Abrechnung – Ein Neonazi steigt aus“ zur Ausleihe zur Verfügung.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.