Nach Guttenberg-Rücktritt: „Es muss nun endlich wieder um wichtige Sachthemen gehen!“

Veröffentlicht am 02.03.2011 in Bundespolitik

SPD-Bezirksvorsitzender Adam fordert von der Bundesregierung „transparente Debatte über den Erhalt ostbayerischer Bundeswehrstandorte“

„Nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister zu Guttenberg muss es nun endlich wieder um wichtige Sachthemen gehen“, fordert SPD-Bezirksvorsitzender Michael Adam mit Blick auf die drohende Schließung ostbayerischer Bundeswehrkasernen. Die aktuelle Plagiatsaffäre dürfe keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass die Menschen etwa in Cham, Regen und Freyung um den Erhalt ihrer Bundeswehrstandorte fürchten.

„Mir wäre es lieber gewesen, es wäre in den letzten Wochen mehr über die Folgen der geplanten Bundeswehrreform, als über die Persona zu Guttenberg diskutiert worden“, macht Adam deutlich. Die Frage, welche Bundeswehrstandorte im Zuge der Abschaffung der Wehrpflicht geschlossen werden müssten, sei in der aktuellen Plagiatsaffäre völlig untergangen. „Klar ist, dass der Verlust von Bundeswehrstandorten für die betroffenen Regionen einen massiven Verlust von Arbeitsplätzen und wirtschaftliche Wertschöpfung bedeutet“, so Adam.

Wenig Verständnis hat Adam hat daher für die Haltung des bisherigen Verteidigungsministers, wobei strukturpolitische Faktoren bei der Entscheidung über Kasernenschließungen zu vernachlässigen seien. „Es macht sehr wohl einen deutlichen Unterschied, ob ich eine Militärbrache in der Stadt oder auf dem Land umgewandelt werden muss“, erläutert Adam. Für eine Kommune im strukturschwachen Raum sei es aufgrund geringerer Investorennachfrage und hoher Umbaukosten faktisch unmöglich, sinnvolle Folgenutzungen zu finden.

„Wir fordern daher von der Bundesregierung eine transparente Debatte über den Erhalt ostbayerischer Bundeswehrstandorte“, verdeutlicht Michael Adam. Es dürfe nicht sein, dass eine Bundeswehrreform vom Verteidigungsministerium in internen Strategiepapieren geplant und durchgezogen werde, ohne dass sich die betroffenen Regionen selbst dazu äußern können.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.