Nach den Bonhoeffer-Wochen 2010 sollte 2011 eigentlich ein "ruhiges Jahr" werden

Veröffentlicht am 30.12.2011 in Allgemein

Viele OrtsvereinsvertreterInnen kamen zum Jahresabschluss des AK Labertal

Beim Jahresabschluss zieht der SPD-AK Labertal Bilanz

Arbeitskreis-Sprecher Rainer Pasta konnte eine Reihe von Ortsvereinsvertreterinnen und –vertretern von Geiselhöring bis Rohr im Gasthaus Buchner in Allersdorf begrüßen. Seine Stellvertreterin Ruth Müller, Landshuter SPD-Kreisvorsitzende und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, präsentierte einen Jahresrückblick in Bildern über die mehr als dreißig Veranstaltungen des Arbeitskreises im Jahre 2011.

Ihre Zeitreise begann mit dem Labertaler Dreikönigstreffen in Schierling und endete mit dem Historischen Themennachmittag über die „62 toten Engel“ in Laberweinting. Rohr, Rottenburg, Pfeffenhausen, Langquaid, Schierling, Aufhausen, Mallersdorf, Geiselhöring, Neufahrn, Ergoldsbach und Mengkofen waren nur einige Stationen des umfangreichen Jahresprogrammes zu einem ebenso umfangreichen Themenkatalog.
Dieser reichte von der Energiewende und dem Atomausstieg über die Schulpolitik zum VIA-NOVA-Pilgerweg. Der Machtmissbrauch in Bayern durch die CSU - auch in Bezug auf den Landesbank-Skandal sowie Veranstaltungen gegen den Rechtsextremismus standen auf dem Programm. Schwerpunkte waren unter anderem die Historischen Themennachmittage zum „Kleinen Widerstand im Labertal“ sowie die Ausstellung des DGB über die Gewerkschaften in der NS-Zeit. Vertieft wurden auch die Kontakte zum SPÖ-Landesverband Oberösterreich sowie den SPÖ-Ortsverbänden Lengau und Mauthausen.

Als absoluten Höhepunkt bezeichnete Ruth Müller die Bewerbung des Arbeitskreises im Wettbewerb um den Wilhelm-Dröscher-Preis beim SPD-Bundesparteitag in Berlin unter dem Motto „Wider das Vergessen – Zivilcourage heute“, die mit einem dritten Preis ausgezeichnet worden ist. Fast alle SPD-Ministerpräsidenten und die engere Parteiführung mit Sigmar Gabriel und Andrea Nahles an der Spitze haben den Stand der Labertaler SPD besucht. Besonders freute sie sich über den Besuch des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude.

Ruth Müller dankte besonders Rainer Pasta für die professionelle Gestaltung des Ausstellungsstandes und dem Schierlinger Quartett Madlen Melzer, Armin Buchner, Maria und Martin Auer für die Betreuung und Werbung vor Ort in Berlin. Ruth Müller zeigte sich überzeugt, dass die SPD im Bund und in Bayern auch 2012 den deutlichen Aufwärtstrend fortsetzen werde, und bat die Ortsvereine um die entsprechende Unterstützung, „denn von nix kummt nix“.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.