Modernisierung der Bahnstrecken in der Oberpfalz

Veröffentlicht am 15.09.2010 in Verkehr

Marianne Schieder: Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg zu Gunsten der Oberpfalz

Zur gestern in Berlin mit einem Gutachten präsentierten Forderung von Deutscher Bahn und Industrie- und Handelskammer Regensburg (IHK), die Bahnstrecke von Hof nach Regensburg für den schnellen Güterverkehr zu elektrifizieren, erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder:
"Ich begrüße es, dass endlich reelle Chancen bestehen, die Bahnstrecke zwischen Hof und Regensburg zu elektrifizieren. Dazu ist der erste wichtige Schritt, dass diese Strecke in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird. Die Verhandlungen dazu laufen im Moment und bekommen von verschiedenster Seite Rückenwind."

"Klar ist auch, dass die Bahn dieses Interesse vor allem deshalb verfolgt, weil sie damit einen zusätzlichen, dringend notwendigen Nord-Süd-Korridor für ihren Güterverkehr schaffen kann. Es ist zu begrüßen, dass dadurch mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden können.

Als SPD-Abgeordnete ist es mir aber besonders wichtig, dass gerade die Region von der Elektrifizierung profitieren muss. Daher ist einhergehend zu diskutieren, wie der Lärmschutz entlang der Strecke verbessert werden kann, wenn mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Ich will eine Lösung, die die Bewohner und Bewohnerinnen entlang der Gleise mit einbezieht.

Gleichzeitig darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Elektrifizierung und Verbesserung des Güterverkehrs bei richtiger Planung enorme Vorteile für die Region mit sich bringen kann. Bereits jetzt gibt es verschiedene Unternehmen entlang der Strecke, die gerne die Bahn für ihr Unternehmen nutzen oder bestehende Gleisanschlüsse gerne stärker auslasten würden. Die Oberpfalz kann als Wirtschaftsstandort enorm profitieren, wenn die Elektrifizierung von Anfang an mit den Firmen vor Ort geplant wird. Dies habe ich auch beim gestrigen Treffen in Berlin mit Vertretern der Deutschen Bahn und der IHK Regensburg deutlich gemacht.

Langfristig kann die Region als attraktiver Wirtschaftsraum sehr stark profitieren, wenn sie nicht nur durch A6 und A93 verkehrstechnisch erschlossen ist, sondern auch über eine zeitgemäße Bahnanbindung verfügt. Bereits heute zeigt sich, dass die Warenströme nicht einzig über die Straße geführt werden können. Eine Elektrifizierung der Gleisstrecke bringt eine Sicherung bestehender und die Möglichkeit zur Schaffung neuer Arbeitsplätze mit sich.

Die Elektrifizierung eröffnet aber gerade für den Personennah- und -fernverkehr neue Möglichkeiten, die genutzt werden müssen - sowohl von Bahn, als auch vom Freistaat. Dabei geht es nicht darum, von Nabburg drei Minuten schneller in Regensburg zu sein. Vielmehr wären die Orte entlang der Strecke durch die Elektrifizierung viel besser in den bayerischen Verkehrsverbund eingebunden. Es wären wieder mehr direkte Verbindungen über Regensburg hinaus möglich. Derzeit enden viele Verbindungen dort.

Unterm Strich ist eine Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg einen enormen Gewinn für die Oberpfalz. Klar ist jedoch auch, ohne Elektrifizierung droht die Oberpfalz langfristig abgekoppelt zu werden. Wichtig ist, dass bereits bei der Planung alle erforderlichen Weichen zu Gunsten der Region gestellt werden. Als SPD-Bundestagsabgeordnete werde ich mich dafür stark machen."

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.