
Wieviele Hauptschulen überleben im Landkreis Landshut?

Wieviele Hauptschulen überleben im Landkreis Landshut?
Jetzt hat Kultusminister Ludwig Spaenle die Katze aus dem Sack gelassen. Der steigenden Zahl von Übertritten auf Gymnasium und Realschule will Spaenle eine vierte Schulart, die Mittelschule, entgegensetzen. Hauptschulen ab einer Größe von 300 Schülern werden zu Mittelschulen umgebaut und erhalten den „Super M-Zug“ ab der 5. Klasse.
„Welche Hauptschulen im Landkreis Landshut haben im nächsten Schuljahr 2009/2010 noch so viele Schüler?“ haben die vier SPD-Bürgermeister mit der Fraktionsvorsitzenden Ruth Müller diskutiert.
In den 35 Landkreisgemeinden gibt es gerade noch einmal 18 Hauptschulen, stellte Neufahrns Bürgermeister Bernd Zauner fest, der selbst seine Hauptschule schon verloren hat.
Einzig Vilsbiburg und Ergolding scheinen die „Richtzahl“ von 300 Schülern im kommenden Schuljahr zu erreichen – dies aber auch nur, weil hier bereits M-Züge beherbergt sind oder Praxis-Klassen vorhanden sind. In den M-Zügen und in der Praxisklasse sind aber auch die Schüler aus den umliegenden Landkreisgemeinden, die selbst keine M-Züge oder P-Klassen anbieten, erläuterte Vilsbiburgs stellvertretender Bürgermeister Hans Sarcher.
Nicht einmal die nächstgrößten Hauptschulen im Landkreis Landshut, Altdorf mit 11 Klassen, Essenbach und Geisenhausen mit je 10 Klassen und Velden mit 9 Klassen erfüllen die Mindestschülerzahl.
Für die Kommunalpolitiker aus dem Landkreis Landshut stellt sich deshalb die Frage, wie sich das Kultusministerium die Schulentwicklung in der Fläche vorstellt, wenn viele andere Schulen nach den neuen Plänen aus dem Kultusministerium keine Überlebenschance mehr haben.
Was will der Kultusminister machen? Hauptschulen ab einer Größe von mindestens 300 Schülern sollen den M-Zug, bisher ab der siebten Klasse, bereits ab der 5.Klasse anbieten und bis zur 10.Klasse führen. „Rein schulorganisatorisch benötigt man dazu in jeder Jahrgangsstufe zwei bis drei Klassen, um die Schüler in getrennten Klassen unterrichten zu können, vermutet Franz Göbl, Bürgermeister aus Buch am Erlbach, dessen Hauptschule derzeit rund 100 Schüler umfasst. „Wie sollen wir das in Buch am Erlbach stemmen?“ Am Schluss werden bestehende Hauptschulen von der Größe nicht reichen und muß womöglich an einem Schulstandort angebaut werden, während andere Gemeinden schließen müssen.
Nicht alle Schüler eines Jahrgangs werden dem „Realschulniveau“ gewachsen sein, vermutet Veldens Bürgermeister Gerd Babl. „ Wir heizen also die Selektionsmaschine zusätzlich an“ folgert die Fraktionsvorsitzende Ruth Müller. Wer nicht aufs Gymnasium oder die Realschule, das Orginal der Mittelschule, wechseln kann, werde im Landkreis einen Platz in einer der wenigen Mittelschulen suchen. „Der Schülertourismus quer durch den Landkreis wird weiter verstärkt. „Das ist eine bildungspolitische Katastrophe,“ stellen die Kommunalpolitiker der SPD aus dem Landkreis kopfschüttelnd fest. Ganz zu schweigen von den Folgen für die Gemeinden, die ihren Schulstandort nicht mehr erhalten können.
„Ganz sicher werden damit auch nicht die drängenden Fragen des bayerischen Schulsystems gelöst,“ sagt Ruth Müller: Nach wie vor gibt es keine Lösung für den Übertrittsdruck in der Grundschule, für den Unterrichtsausfall und man halte noch immer am dreigliedrigen Schulsystem fest, anstatt endlich einmal eine längere gemeinsame Schulzeit zu wagen. Die Kommunalpolitiker, Schüler und Lehrer werden hier mit neuen Plänen erst einmal alleine gelassen und jede Gemeinde versuche nun wohl, irgendwie ihren Schulstandort zu retten. Doch das könne nicht die Lösung des Problems sein – hier müssten vom Kultusministerium klare Vorgaben kommen, denn letztendlich trügen die Kommunalpolitiker in den Augen der Bevölkerung die Verantwortung für „ihre Schule vor Ort“.
Zahlenmaterial zur Info:
HS Altdorf 11 Klassen 216 Schüler
HS Bodenkirchen 5 Klassen 106 Schüler
HS Buch 5 Klassen 117 Schüler
HS Ergolding 16 Klassen 304 Schüler (davon 5 M und P-Klassen!)
HS Ergoldsbach 8 Klassen 178 Schüler
HS Essenbach 10 Klassen 188 Schüler
HS Furth 5 Klassen 125 Schüler
HS Geisenhausen 10 Klassen 217 Schüler
HS Gerzen 7 Klassen 142 Schüler
HS Gündlkofen 2 Klassen 53 Schüler
HS Kronwinkl 5 Klassen 103 Schüler
HS NAB –Wörth –Postau 8 Klassen 153 Schüler
HS Oberroning (privat) 7 Klassen 167 Schüler
HS Pfeffenhausen 8 Klassen 159 Schüler
HS Rottenburg 9 Klassen 195 Schüler
HS Velden 8 Klassen 179 Schüler
HS VIB 16 Klassen 321 Schüler (davon 8 M und P-Klassen)
HS Geisenhausen (Montessori) 8 Klassen 151 Schüler
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
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Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
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