Mit Aktionen zu "Zivilcourage heute" für bundesweiten Preis nominiert

Veröffentlicht am 05.10.2011 in AntiFa/Migration

MdL Peter-Wilhelm Dröscher und Ruth Müller im Willy-Brandt-Haus in Berlin

Informationen in Berlin über den Wilhelm-Dröscher-Preis eingeholt

Unter 39 nominierten Kandidaten aus dem ganzen Bundesgebiet um den „Wilhelm-Dröscher-Preis“ ist auch der SPD-Arbeitskreis Labertal dabei. Die Landshuter Kreisvorsitzende Ruth Müller verbrachte ein Wochenende in Berlin, um sich auf die Präsentation des SPD-Arbeitskreises auf dem Bundesparteitag der SPD im Dezember vorzubereiten.

Der SPD-AK Labertal hat sich in der Kategorie „Aktionen gegen Rechts“ beworben mit dem Titel „Wider das Vergessen – Zivilcourage heute“. Durch thematische Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema „Widerstand“ und „Rechtsradikalismus“ in Zusammenarbeit mit Schulen, Verbänden und Kirchen sei man flächendeckend in 15 Ortsvereinen landkreis- und bezirksübergreifend präsent. Seit der Gründung des SPD-Arbeitskreises, der sich über fünf Landkreise und zwei Regierungsbezirke erstreckt, wurden in 14 Gemeinden Ausstellungen an Schulen oder öffentlichen Gebäuden zum Thema „Rechtsextremismus“ gezeigt oder Informationsveranstaltungen durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Gruppen, Vereinen und Kirchen gelang es dem Arbeitskreis so, Vergangenes als Mahnung für die Gegenwart und Zukunft in einer Region nachhaltig zu präsentieren. Gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem DGB konnten verschiedene Ausstellungen in die Region geholt werden. „Wir wollen damit auch „Kultur auf´s Land“ holen", so Ruth Müller in der Vorstellung des Projekts in Berlin.

Der „Nachhaltigkeitsfaktor“ habe sich bei den „Bonhoeffer-Wochen“ gezeigt, die 2010 gemeinsam mit fünf evangelischen Kirchengemeinden durchgeführt wurden. Die Resonanz auf diese Veranstaltungsreihe war so groß, dass der SPD-AK Labertal für das Frühjahr 2011 die Ausstellung nach Baden-Württemberg, in die Oberpfalz und in drei Gemeinden in Niederbayern vermittelte. Für 2012 liegen bereits wieder Anfragen aus verschiedenen Teilen Deutschlands vor.

Unter dem Motto „Zivilcourage heute“ fanden im Jahr 2011 bereits in Langquaid und Mallersdorf Veranstaltungen über "Mutige Menschen - Der Kleine Widerstand im Labertal" statt. Rottenburg und Geiselhöring sind die nächsten Stationen dieser historischen Reihe.

Seit 1982 wird beim Bundesparteitag der Wilhelm-Dröscher-Preis verliehen, mit dem beispielhaftes ehrenamtliches Engagement in der SPD ausgezeichnet wird. Mit der Namensgebung wird die Lebensleistung des ehemaligen SPD-Schatzmeisters Wilhelm Dröscher gewürdigt, der 1977 auf dem Hamburger Parteitag starb. Dem Kuratorium des mit 15.000 Euro dotierten Preises sitzt Bundesministerin a. D. Heidemarie Wieczorek- Zeul vor.

MdL Peter-Wilhelm Dröscher, der als Sohn der Familie Dröscher ebenfalls im Kuratorium mitwirkt, informierte über den Veranstaltungsablauf im Dezember und bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihre guten Ideen und ihr ehrenamtliches Engagement zum Wohle der Bevölkerung.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.