Mehr Verbindlichkeit in der Gleichstellungspolitik

Veröffentlicht am 11.06.2012 in Bundespolitik

Zur Anhörung „Frauen in Wissenschaft und Forschung“ im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung erklärt die zuständige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Marianne Schieder: "Die Expertinnen und Experten waren einhellig der Meinung, dass es mehr Verbindlichkeit in der Gleichstellungspolitik brauche, um die Zahl der Frauen in Wissenschaft und Forschung signifikant zu erhöhen. Der Druck muss weiterhin erhöht werden, um tatsächlich etwas zu bewegen. Selbstverpflichtungen helfen nicht weiter."
Bis 2020 besteht durch zahlreiche anstehende Personalwechsel bei den Professorenstellen die einmalige und historische Chance, etwas zu verändern.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Fachleute sich in der Anhörung für Zielquoten aussprach, die sich am Kaskadenmodell orientieren. Sie unterstützten damit die Forderung der SPD. Darüber hinaus braucht es unterschiedliche flankierende Maßnahmen, die auf einen Mentalitätswandel zielen. Die Wissenschaft muss erkennen, dass es von Vorteil ist, wenn mehr Frauen dort ihren festen Platz haben und mitgestalten. Alleine der Perspektivwechsel, der sich dadurch ergeben wird, bringt ungeahnte Vorteile.

Neben verbindlichen rechtlichen Vorgaben braucht es finanzielle Anreize, aber auch Sanktionen, um dem Genderaspekt in Wissenschaft und Forschung eine größere Bedeutung einzuräumen und nachhaltig etwas zu verändern. Darüber hinaus müssen insbesondere für Nachwuchswissenschaftlerinnen die Karrieren besser planbar werden. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen im Mittelbau – insbesondere weniger Kurzzeitbefristungen - sowie eine deutlich zu verbessernde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Viele Frauen sind immer noch gezwungen, sich zwischen wissenschaftlicher Karriere oder eigenen Kinder zu entscheiden.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.