Mehr Mittel für BAföG notwendig

Veröffentlicht am 19.07.2011 in Bildung

Steigende Zahlen belegen die Forderung der SPD nach 10 Prozent höherem Freibetrag

Zur heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegten BAföG-Statistik 2010 erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Landesgruppe Bayern in der SPD Bundestagsfraktion, Marianne Schieder: "Das BAföG ist ein wichtiges Instrument, das weiter ausgebaut werden muss. Die steigenden Zahlen der Geförderten, die heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegt wurden, belegen dies klar. Gerade in Bayern kann das BAföG dazu beitragen, die soziale Schieflage im Bildungssystem auszugleichen."

Wäre die Bundesregierung im vergangenen Jahr der Forderung der SPD gefolgt, den Freibetrag um 10% zu erhöhen, hätten allerdings weit mehr Studierende in den Genuss einer BAföG-Förderung kommen können.

Bei den derzeitigen Freibeträgen haben mitunter schon Kinder aus Facharbeiterfamilien keine Möglichkeit mehr, BAföG zu erhalten. Damit bleibt ihnen zum Teil der Weg an die Hochschulen verwehrt.

Statt das BAföG vernünftig auszubauen, hat die Bundesregierung lieber in das Deutschlandstipendium investiert. Zwar liegen hier noch keine offiziellen bundesweiten Zahlen vor, doch von den meisten Hochschulen - auch aus Bayern - ist zu hören, dass es kaum gelingt, die notwendigen privaten Mittel dafür einzuwerben. Damit bleiben viele Fördermöglichkeiten brach liegen. So fließt viel Geld in die zusätzliche Verwaltung für die neue Form der Stipendien - Geld, das bei einer Investition ins BAföG mehr geholfen hätte.

Bedauerlich ist außerdem, dass bei der letzten BAföG-Reform durch die sogenannte christlich-liberale Koalition jegliche Honorierung von guten Studienabschlüssen weggefallen ist. Bisher haben die besten Absolventen eines Jahrgangs einen Teil der BAföG-Rückzahlung erlassen bekommen. Mit der letzten Novelle 2010 wurde dieser Bonus für gute Leistungen abgeschafft.

Trotz der steigenden Empfängerzahlen müssen wir beim BAföG weiter nachlegen. Neben einer Anhebung der Freibeträge brauchen wir außerdem eine Ausweitung des Schüler-BAföG auf Abiturienten, die bei ihren Eltern wohnen. Insbesondere für den Freistaat ist dies unabdingbar, da in keinem anderen Bundesland der Geldbeutel der Eltern so eng mit den Ausbildungsmöglichkeiten der Kinder verbunden ist.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.