MdEP Ismail Ertug reagiert auf aktuelle Unfallstatistik von 2014 und fordert Null Verkehrstote

Veröffentlicht am 27.02.2015 in Presse

Die sinkenden Unfallzahlen innerhalb der Europäischen Union, in Bayern und auch in der Oberpfalz begrüßt der Amberger SPD-Europaabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament: „Selbstverständlich ist das eine positive Meldung, dass der niedrigste Stand an Verkehrstoten in der Oberpfalz seit Einführung der Verkehrsstatistik im Jahr 1954 erreicht wurde. Dennoch sind auch 61 Verkehrstote im vergangen Jahr auf den oberpfälzer Straßen zu viel!“

Die bundesweiten Zahlen zeigen leider einen gegenläufigen negativen Trend an. 2014 gab es erstmals seit Jahren wieder mehr Tote bei Verkehrsunfällen. Im Vergleich zum Vorjahr ist nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes die Zahl der Verkehrstoten um 0,9 Prozent, die Zahl der Verunglückten um vier Prozent gestiegen.

„Diese Entwicklung zeigt ganz deutlich, dass wir auf europäischer Ebene mit unserer ehrgeizigen Strategie ‚Vision Zero’ mit der Zielsetzung von Null Verkehrstoten bis 2050 den richtigen Weg gehen.“, erläutert Ismail Ertug und fordert: „Wir müssen das Unfallrisiko so schnell wie möglich verringern und müssen deshalb auch Maßnahmen auf europäischer Ebene in Sachen Straßenverkehrssicherheit auf den Weg bringen. Vor allem im Bereich der LKW sehe ich riesiges Verbesserungspotenzial, wie z.B. die Sichterweiterung für den Fahrer durch rundere Fahrerkabinen".

Eine bessere Sicht sowie mehr Komfort für LKW-Fahrer durch aerodynamischere und sicherere Fahrerkabinen würden das Unfallrisiko stark verringern. „Vor allem Zweiräder sind besonders gefährdete Verkehrsteilnehmer. Sie würden von dieser Verbesserung in besonderem Maße profitieren.“, bekräftigt Ismail Ertug.

Damit deutsche Straßen sicherer werden, müssen neben verbesserten Fahrerkabinen von LKW auch gleichzeitig die Verkehrsvorschriften wirklich grenzüberschreitend durchgesetzt werden und somit Verkehrsdelikte grenzüberschreitend geahndet werden können. Denn die häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle mit Toten waren  bayernweit Geschwindigkeitsübertretungen und Alkoholkonsum am Steuer.  Auch an einem  Verbot von sogenannten Gigalinern, die ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für den Straßenverkehr darstellen, halten die Sozialdemokraten im Europäischen Parlament fest.

„Die Zahlen an Verkehrsunfällen könnten nicht nur noch niedriger sein, sondern sollten gegen Null gehen. Das sollte unsere Zielsetzung sein.“, so Ismail Ertug abschließend.

 

Zum Hintergrund:

Die „Vision Zero“ ist im aktuellen EU-Weißbuch Verkehr verankert, welches Zielvorgaben für die Verkehrssicherheit bis 2050 enthält. Bis zum Jahr 2020 ist es das europäische Ziel die Zahl der bei Verkehrsunfällen Getöteten zu halbieren.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.