MdEP Ismail Ertug mahnt angesichts der aktuellen Unfallstatistik von 2015 zu mehr Einsatz

Veröffentlicht am 26.02.2016 in Presse

Nachdem 2014 die Verkehrstotenzahlen nach vielen Jahren erstmals wieder gestiegen waren, bestätigte die gestern vorgestellte Statistik für 2015 den Negativtrend. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden zählte 3745 Verkehrstote - das entspricht einem Anstieg von 2,9 Prozent zu 2014 - und 393.700 Verkehrsverletzte - 1,1 Prozent mehr als in 2014.

Die nach 2014 weiterhin leicht steigenden Unfallzahlen innerhalb Deutschlands, in Bayern und auch in der Oberpfalz sieht der Amberger SPD-Europaabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament mit Sorge: „Die gestern vorgestellten Zahlen machen deutlich, dass wir in Sachen Straßenverkehrssicherheit und insbesondere bei unserer ehrgeizigen EU-Strategie ‚Vision Zero’ mit der Zielsetzung von Null Verkehrstoten bis 2050 weiter am Ball bleiben müssen“, erläutert Ismail Ertug und fordert: „Länder, Kommunen und auch die EU müssen den Ursachen fortlaufend auf den Grund gehen und schauen in welchen Bereichen wir die Sicherheit weiter verbessern können. Neben klassischen Maßnahmen wie Aufklärungskampagnen in Schulen und Aufklärungsschildern am Straßenrand müssen wir auch über den Einsatz neuer Technologien nachdenken oder in kommunikative Infrastruktur investieren".

Gezielte Aufklärungskampagnen zu Alkohol oder dem Handy am Steuer - eine immer häufigere Ursache für Unfälle - können dabei helfen, ein Umdenken bei Fahrerinnen und Fahrern aller Generationen zu bewirken. Durch den Einsatz von intelligent geschalteten Ampelsystemen können Verkehrsfluss und Geschwindigkeit situationsabhängig so reguliert werden, dass das Unfallrisiko bei besonders hohem Verkehrsaufkommen drastisch reduziert werden kann. Auch eine Weiterentwicklung von Fahrassistenzsystemen wie beispielsweise dem Abstandhalter und Tempomat könnten einen entscheidenden Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen leisten. "Bis jetzt basieren diese Systeme auf Kommunikation zwischen Auto und Auto. Der nächste denkbare Schritt ist die Kommunikation zwischen Auto und Infrastruktur" so Ismail Ertug. Zum Beispiel könnte ein Sensor in der Leitplanke dem vorbeifahrenden Auto einen nahenden Stau oder Unfall melden und somit eine Senkung der Geschwindigkeit anregen.

"Das mag zwar alles noch wie Zukunftsmusik klingen, aber damit wir solche innovativen Ansätze entwickeln, optimieren und irgendwann möglicherweise flächendeckend einsetzen können, müssen wir uns schon heute damit auseinandersetzen", so Ismail Ertug abschließend.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.