MdB Uli Grötsch besucht Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Stadt Pleystein

Veröffentlicht am 21.04.2015 in Presse

Im Bild von links: Sabine Lagies, MdB Uli Grötsch, Thomas Geisler

Traumatisierten Jugendlichen den Weg zurück in ein geregeltes Leben ermöglichen und eine Zukunftsperspektive bieten – das steht im Zentrum der Arbeit des Vereins „Willkommen e.V.“. MdB Uli Grötsch informierte sich vor Ort im Pleysteiner Ortsteil Bibershof über die Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und war voll des Lobes für die dort geleistete Arbeit und dem Zusammenwirken der Einrichtung und der Stadt Pleystein, sowie den Bewohnern von Bibershof.

Einrichtungsleiter Thomas Geisler und Sabine Lagies als Vertreterin des Trägervereins erläuterten dem Bundesabgeordneten ihr Konzept. „Unser Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit schwer traumatisierten jungen Menschen. Wir arbeiten hier mit jugendlichen Flüchtlingen, die in ihren Ursprungsländern ihre ganze Existenz und ihre Familie verloren haben, sich unter unvorstellbaren Bedingungen nach Deutschland durchgeschlagen haben und hier nun neuen Halt finden sollen“, erklärte Geisler. Aktuell werden in Bibershof 10 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren betreut. Die Jugendlichen kommen aus Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Eritrea oder Somalia.

MdB Uli Grötsch zeigte sich beeindruckt von den vielseitigen pädagogischen Ansätzen. „Hier wird wirklich hochwertige pädagogische Arbeit für junge Menschen in einer extrem schwierigen Lebenssituation geleistet“, war sich der SPD-Abgeordnete sicher und sagte für die Zukunft seine Unterstützung zu.

Besonders lobte die Vertreterin des Trägervereins, Sabine Lagies die Unterstützung durch die Stadt Pleystein sowie den dortigen Bauhof: „Die Zusammenarbeit ist wirklich toll, wir erfahren durch die Stadt jede Unterstützung die wir brauchen“, so Lagies. Auch die Aufnahme durch die Dorfbevölkerung von Bibershof habe sehr gut geklappt, der Kontakt sei reibungslos und freundschaftlich. Einrichtungsleiter Thomas Geisler wies zudem auf die Integration in die örtlichen Sportvereine in Pleystein und Waldthurn hin und warb zugleich um Verständnis für den besonders steinigen Weg, den die Jugendlichen durch ihre extreme Biografie zu gehen hätten: „Das Grauen, von dem uns die Jugendlichen in unseren Gesprächen und Coachings berichten, vermag man sich oftmals gar nicht vorzustellen“, so Geisler.

„Von der hier geleisteten Integrationsarbeit profitieren sowohl die Jugendlichen als auch die ganze Gesellschaft. Wir haben die moralische Verpflichtung den Flüchtlingen zu helfen, die unvorstellbares Leid durchgemacht haben. Und wir müssen Zuwanderung als Chance begreifen, von der auch unsere Region profitiert“, war sich MdB Grötsch abschließend sicher.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.