Die Bundesregierung will die Verbreitung der Droge Crystal eindämmen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder hatte in der Vergangenheit die Bundesregierung immer wieder aufgefordert, insbesondere im Grenz-Bereich zu Tschechien die Kontrollen von Polizei und Zoll zu intensivieren. Außerdem forderte die Abgeordnete, Konsum und Handel der Droge mit länderübergreifenden Präventionsmaßnahmen zu bekämpfen
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, MdB Marlene Mortler, bat MdB Marianne Schieder in einem aktuellen Schreiben nun, sie bei der Problematik dieser Droge weiterhin zu unterstützen und informierte über entsprechende bisherige und zukünftige Maßnahmen. So sollen insbesondere Präventionsangebote und Behandlungsformen verstärkt, die Datenlage verbessert, den Schulen Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt und die Arbeit aller Beteiligten besser koordiniert und der fachliche Austausch vorangetrieben werden.
MdB Marianne Schieder begrüßt das Vorgehen der Bundesregierung: Insbesondere sei es gelungen, für die Aufgaben in der Prävention zur Vermeidung einer Ausbreitung des Crystal-Meth-Konsums für 2015 zusätzliche finanzielle Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen. Neben zusätzlichen Mitteln der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in diesem Jahr stünden damit für die Modell-und Forschungsmaßnahmen weitere 500.000 € zur Verfügung, die eingesetzt würden, um in der Prävention, Beratung und Behandlung gezielte Angebote aufzubauen.
„Bei Crystal handelt es sich um eine sehr gefährliche Droge mit hohem Abhängigkeitspotenzial. Der Konsum hat neben den unmittelbar schädlichen Folgen für die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten auch erhebliche gesellschaftliche Auswirkungen. Da ist jeder Euro gut angelegtes Geld – wir sind es insbesondere unseren Kindern und Jugendlichen schuldig!“ MdB Marianne Schieder lobte in diesem Zusammenhang die engagierte Arbeit von Zoll und Polizei sowie die Aufklärungsarbeit in Schulen und Vereinen. „In vielen Städten und Gemeinden in Schwandorf und Cham gibt es dazu Initiativen von Sucht- und Drogenberatungsstellen, aber auch ehrenamtlichen Initiativen. Wir können der Crystal-Meth-Problematik nur gemeinsam über Prävention und Aufklärung die Stirn bieten!“