Mahnwache am 13.12.2010 mit MdL Ludwig Wörner

Veröffentlicht am 14.12.2010 in Umwelt

Der umwelt- und energiepolitische Sprecher der SPD im bayerischen Landtag, hatte sich am Montag trotz Minusgraden und Schneefall auf den Weg gemacht, um die Mahnwache in Niederaichbach zu unterstützen.

Nach dem Energiekonzept der schwarz-gelben Bundesregierung sollen die sieben Kernkraftwerke, die vor 1981 ans Netz gingen, eine Laufzeitverlängerung von acht Jahren erhalten. Die Laufzeit der übrigen zehn Meiler wurde sogar um 14 Jahre ver-längert. Die Gutachten, auf die sich die Bundesregierung dabei beruft, basieren auf haarsträubenden Annahmen. So hat die Bundesregierung den Gutachtern bei den zu untersuchenden Szenarien vorgegeben, dass nur im Falle von Laufzeitverlängerungen zusätzliche Klimaschutzanstrengungen unternommen werden sollen. Der eigene Sachverständigenrat der Bundesregierung für Umweltfragen nennt die Gutachten „unwissenschaftlich und tendenziös“.

Das Bundesumweltministerium bezeichnete die Annahmen zu den Kosten der Erneuerbaren Energien, die in den Gutachten künstlich schlecht gerechnet wurden, als „nicht nachvollziehbar“. Hauptgutachter des Konzepts ist das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI), das finanziell eng mit den Atomkonzernen verstrickt ist. Die Professur des Institutsleiters wird von RWE, E.ON und Vattenfall mitfinanziert.

In der Medienberichterstattung hieß es zu den von Schwarz-Gelb beschlossenen enormen Laufzeitverlängerungen oftmals, dass sich die Hardliner innerhalb der Koalition durchgesetzt hätten. Das ist falsch. Denn es gibt Politiker, denen selbst die jetzt vorgesehenen Laufzeitverlängerungen noch nicht weit genug gehen. CSU-Minister Markus Söder wollte selbst Uralt-Meiler wie den Pannenreaktor Isar I zehn Jahre länger laufen lassen. Und Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil von der FDP sprach sich gar für völlig unbegrenzte Laufzeiten der Kernkraftwerke aus. Damit macht sich der Minister genau die Forderungen des Deutschen Atomforums, der Lobby-Organisation der vier Atomkonzerne, zu Eigen. Wie schon beim Steuerge-schenk für die spendenfreudigen Hoteliers so tritt also auch hier eine zweifelhafte Klientelpolitik an die Stelle einer Politik für die Bürgerinnen und Bürger.

Die Bevölkerung ist da längst weiter als die atompolitischen Geisterfahrer Zeil und Söder. Die überwältigende Mehrheit der Menschen will raus aus der Kernenergie. Und dies aus gutem Grund, denn die Laufzeitverlängerungen sind weder ökono-misch noch ökologisch sinnvoll, geschweige denn sicherheitstechnisch verantwortbar.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.