
SPD-Kommunalpolitiker informieren sich über Situation im Eisenbahnverkehr am Bahnhof Vilsbiburg

SPD-Kommunalpolitiker informieren sich über Situation im Eisenbahnverkehr am Bahnhof Vilsbiburg
Natürlich erkenne man die Verbesserungen der letzten Jahre an. So habe sich mit Einführung des Stundentaktes vor knapp vier Jahren der Fahrplan auf der Strecke Mühldorf – Landshut deutlich verbessert. Auch die Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h und der Einsatz von Doppelstockwagen im Schüler- und Berufsverkehr habe die Attraktivität des Bahnfahrens für die Kunden erhöht, räumte Vilsbiburgs Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher bei dem Ortstermin der Stadt- und Kreistagsfraktion unumwunden ein. Nach den Umbauten des Jahres 2008 sei auch die Erreichbarkeit der Bahnsteige für Behinderte gewährleistet. Und schließlich sei Vilsbiburg die einzige Station auf der Strecke, bei der man in einem Reisekiosk nicht nur Auskünfte bekomme und Fahrkarten kaufen könne, sondern auch weitere nützlich Dinge für den Reisebedarf.
Allerdings habe sich die Stadt mit einem fünfstelligen Euro-Betrag an der Einrichtung des so genannten Service-Stores beteiligt. Und man habe schon registriert, dass dessen Öffnungszeiten mehr am Verkauf von Brezen und Zeitungen ausgerichtet seien als an der Dienstleistung für die Reisenden. Wer am späteren Nachmittag oder am Wochenende eine Auskunft für eine weitere Bahnreisende brauche, stehe vor verschlossenen Türen. Allerdings sei nicht jeder Bürger mit dem Internet vertraut und ein Automat auf dem zugigen Bahnsteig sei eben auch nur sehr bedingt kundenfreundlich, warf die Fraktions- und Kreisvorsitzenden Ruth Müller an dieser Stelle ein.
Grundsätzlich dürfe man laut Kreisrat Peter Barteit nicht übersehen, dass die Bahn mit der Reform unter Kanzler Helmut Kohl als gewinnorientiertes Unternehmen ausgerichtet worden sei. Leistungen für die Allgemeinheit würden nicht mehr erbracht. Gefahren werde nur das, was sich selbst rechne oder der Steuerzahler subventioniere. In Vilsbiburg halte kein Reisezug, der nicht von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft bestellt und aus Bundesmitteln finanziert werde. Insgesamt kassierten die Bahn und ihre privaten Konkurrenten für die Aufrechterhaltung des Schienennahverkehrs rund 3,5 Milliarden Euro pro Jahr Zuschüsse. Vor diesem Hintergrund sei nicht einzusehen, warum die Bahn für die Beratung ihrer Kunden, die Unterhaltung der Gebäude oder die dringend notwendige Einrichtung von Toiletten auch noch die Hand aufhalte.
Anja König, die als Gast anwesende Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes Landshut sprach abschließend die Beförderung von Fahrrädern in den Zügen an. Während dies im gesamten Bereich der Südostbayernbahn kostenfrei geschehe, sei einzig der Streckenabschnitt von Landshut bis Egglkofen davon ausgenommen. Ausschlaggebend dafür sei ein negativer Beschluss des hiesigen Kreisausschusses. Dies wirke sich auf den Radtourismus sehr negativ aus. Damit es nicht länger vom Wohlwollen einzelner Kreisgremien abhängig sei, in welchen Landkreisen die Fahrräder kostenfrei mitgenommen würden, schlug König eine bayernweite Regelung vor, die jeweils in die Ausschreibungen der Strecken als Bedingung aufgenommen werden solle. Es müsse nämlich eine grundsätzliches Ziel sein, das umweltfreundliche Reisen auf der Schiene für den Kunden so interessant wie möglich zu gestalten.
Foto v. l. n. r.:
Juso-Vertreter Philipp Latein, Kreisrat Peter Barteit, Stadtrat Franz Saxstetter, Gemeinderat Martin Schuster, stv. Bürgermeister Hans Sarcher, Kreisrat Gerhard Babl
Stadträtin Theresa Bergwinkl, Vorsitzende SPD Landshut Anja König, Kreis- und Fraktionsvorsitzende Ruth Müller
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.