Leben ohne Barrieren – Barrierefreies Leben

Veröffentlicht am 18.03.2010 in Arbeitsgemeinschaften

SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus der NiederbayernSPD tagte in Plattling

Turnusgemäß traf sich die AG 60 plus Niederbayern in Plattling in der Gaststätte „Preysinghof“. Bezirksvorsitzender Horst Kubatschka freute sich unter den Anwesenden insbesondere auch Bruni Irber MdB a.D. begrüßen zu können. Als Schwerpunkthema für das Frühjahr habe man das Thema „Leben ohne Barrieren – Barrierefreies Leben“ ausgewählt. Selbstbestimmtes Leben sei für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen ein zentrales Anliegen. Viele wollen eigenständig in ihrem gewohnten Umfeld, in ihrem eigenen Zuhause ohne Einschränkungen leben können.

Kommunen müssen sich diesem Anliegen mehr zuwenden und das Lebensumfeld so gestalten, dass es für junge Menschen mit Kindern ebenso attraktiv ist wie für Ältere Barrierefreies Leben heißt, uneingeschränkte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Lebensbereichen.
„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ - Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes. Die SPD wolle eine Gesellschaft, in der Teilhabe weder vom Alter, den finanziellen Möglichkeiten, noch von Bildungschancen oder dem Wohnort abhänge. Ziel sei, dass Diskriminierungen aufgrund des Lebensalters bald der Vergangenheit angehören werden. Denn gerade die Älteren in der SPD wüssten, dass immer mehr Minijobs, Befristungen, Teilzeitjobs und skandalöse Stundenlöhne mehr Armut im Alter bedeuten. Deshalb trete gerade auch die ältere Generation für flächendeckende Mindestlöhne ein, damit jeder von seiner Hände Arbeit leben könne.
Man wisse auch, dass trotz Jahrzehnte langer Bemühungen es nach wie vor für Frauen keinen gleichen Lohn für gleiche Arbeit gibt. Das bewirke kleine Renten trotz jahrzehntelanger Arbeit. Die Erfahrung habe auch gezeigt, dass eine Gesellschaft, die von unten nach oben umverteile, sozialen Sprengstoff schaffe und damit auch Konflikte zwischen den Generationen hervorrufe. Man wisse aber auch was Diskriminierung sei, denn viele haben schon versucht, als Ältere einen Job zu bekommen und sind gescheitert.

Aber natürlich habe man in einem langen Leben auch gelernt, was Barrieren in der Wohnung, bei Ämtern oder im öffentlichen Nahverkehr bedeuten. Familienmütter und –väter mit Kinderwagen scheitern an ihnen genauso wie Menschen mit Behinderungen oder Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind. Deshalb wolle die SPD 60plus im Sinne der Generationensolidarität gesellschaftspolitische Defizite zum Thema machen und einen Beitrag dazu leisten, für eine gerechtere Gesellschaft einzutreten. Die SPD 60plus in Niederbayern werde daher in den kommenden Wochen in den einzelnen Ortsgruppen zu diesem Thema Aktionen starten, so Horst Kubatschka.

Die stellvertretende Bezirksvorsitzende Gerlinde Saller wies die Anwesenden auch darauf hin, dass vom 16. bis 18. April im Messezentrum in München Riem eine Seniorenmesse stattfinde. Bei dieser Messe sei auch die Arbeitsgemeinschaft SPD 60plus Bayern mit einem Messestand vertreten. Gerade auch Seniorengruppen sollten dieses Informationsangebot nutzen.

Abschließend gab Horst Kubatschka bekannt, dass bei der Bezirkskonferenz am 11. Juni die Neuwahlen des Bezirksvorstandes anstünden. Er selbst werde nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehen. Als seine Nachfolgerin schlug er Bruni Irber vor. Nach einer sehr harmonischen Diskussion einigte man sich darauf Bruni Irber zur Wahl als Bezirksvorsitzende vorzuschlagen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.