Marianne Schieder konnte im Namen der Bayerischen SPD-Landesgruppe über 500 Gäste zur Freistaatsfeier begrüßen. Mit den Worten „Bayern ist fortan ein Freistaat!“ rief der Sozialdemokrat Kurt Eisner in der Nacht vom 7. auf den 8. November 1918 in München den Freistaat Bayern aus und erklärte damit das herrschende Königshaus der Wittelsbacher für abgesetzt. Die Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion feierte diesen Jahrestag traditionell in der Vertretung des Freistaates Bayern in Berlin. Über 500 Gäste folgten der diesjährigen Einladung.
Die durch Eisner eingeführten Änderungen sind bis heute nicht zu übersehen: aus Untertanen wurden freie Bürger, das Frauenwahlrecht, der Acht-Stunden-Arbeitstag und die Einführung einer Arbeitslosenunterstützung gehören zu Eisners Errungenschaften.
MdB Marianne Schieder eröffnete am gestrigen Abend in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion die SPD-Freistaatsfeier in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Neben den zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft konnte sie auch den Vorsitzenden der BayernSPD Florian Pronold begrüßen. Voller Stolz verkündete MdB Marianne Schieder: „Es ist eine sozialdemokratische Errungenschaft, dass Bayern ein Freistaat ist!“
Das musikalische Schmankerl des Abends lieferte die oberbayerische Kabarett-Gruppe Die Wellküren, welche dafür bekannt sind, in ihrem harmlos scheinendem traditionellen bayerischen Gesang politische Zustände und Widrigkeiten zu kritisiere.
Zum Schluss hin gab es mit den Künstlerinnen noch eine Diskussion über bayerische Dialekte, wobei MdB Marianne Schieder jedoch darauf beharrte, dass der oberpfälzer Dialekt der schönste sei.