Kurzsichtige Rotstiftpolitik gefährdet sozialen Frieden in den Städten und Gemeinden!

Veröffentlicht am 23.11.2010 in Bundespolitik

MdB Marianne Schieder: 70 prozentige Kürzung des Programms Soziale Stadt ist negatives Markenzeichen schwarz-gelber Stadtentwicklungspolitik!

„Jetzt ist es amtlich: Union und FDP setzen Kürzungen für die Programme der Städtebauförderung um 155 Millionen durch. Damit stehen 2011 nur noch 455 Millionen (statt der ursprünglich vorgesehenen 610 Millionen) – also 15 % - weniger für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung von Städten und Gemeinden zur Verfügung“, erklärte die oberpfälzer Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder nach der heutigen Verabschiedung des Haushaltes für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Besonders dramatisch wirke sich die 70 prozentige Kürzung des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt aus: „Das Förderprogramm 2011 umfasst nur noch 28,5 Millionen Euro – gegenüber 95 Millionen Euro 2010, die zudem überwiegend nur noch für Baumaßnahmen eingesetzt werden sollen. Damit wird die jahrelange erfolgreiche Integrationsarbeit, die sich unter der SPD- Regierung zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickeln konnte, zunichte gemacht“, kritisierte Marianne Schieder.

Diese kurzsichtige Rotstiftpolitik gefährdet nicht nur die sichtbaren positiven Entwicklungen in den sozialen Brennpunkten, sondern den sozialen Frieden in den Städten insgesamt, betonte die Abgeordnete und bezeichnete die nun beschlossenen Kürzungen als Zeichen von Ignoranz und sozialer Kälte von Union und FDP.

Wie sich die Kürzungen und Beschränkungen auf investive Maßnahmen konkret auswirkten, erläuterte Marianne Schieder, könne man erst sagen, wenn die Verwaltungsvereinbarung 2011 zur Städtebauförderung zwischen Bund und Ländern abgeschlossen sei. „Klar ist aber, dass die Mehrzahl der zurzeit 570 Soziale-Stadt-Projekte in über 350 großen und kleineren Kommunen nicht mit weiteren Förderzusagen rechnen kann und neue Projekte keine Chancen mehr haben. Allein in Bayern wären beim Programm Soziale Stadt 96 Fördergebiete in 77 Kommunen betroffen.“

Noch im Juni 2010 lobte sich der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann mit bayerischem Engagement beim Programm Soziale Stadt, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärke und die Lebenssituation vieler Menschen in Bayern verbessere: „Alles Schnee von gestern, Herr Herrmann?“, fragt Marianne Schieder. Besonders dreist finde sie es, so die Abgeordnete, wenn CSU-Bundestagsabgeordnete die Kürzungen der Sozialen-Stadt-Förderung um 70 Prozent als „unvermeidlichen gewissen Sparbeitrag“ bedauern und behaupten, die CSU habe Schlimmeres verhindert. Schlimmer, so Marianne Schieder, hätte es für die Städte und Gemeinden gar nicht kommen können.

Die Abgeordnete stellte unmissverständlich klar, dass die SPD an ihrer Forderung festhalte, die Bundesmittel für die Städtebauförderung auf dem bisherigen Niveau fortzuschreiben: „Der Kahlschlag bei der Städtebauförderung ist unverantwortlich. Insbesondere das Programm Soziale Stadt mit seinen sozial-integrativen, nicht investiven Komponenten als Programm innerhalb der Städtebauförderung gilt es zu erhalten, und zwar auf dem Niveau von 2009 mit 105 Millionen Euro. Nur mit einem solchen Mitteleinsatz können die im nationalen Integrationsplan der Bundesregierung definierten Aufgaben der Integration in Städten und Gemeinden tatsächlich erfüllt werden.“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.