Empört zeigt sich die Neustädter Abgeordnete Annette Karl über eine nichtssagende Antwort des Kultusministeriums zu geplanten Stellenstreichungen im Schulleiterbereich.
Karl: „6 Jahre, bevor Kinder in die Grundschule kommen, werden sie geboren. Das bietet eine hervorragende Grundlage für die Planungen des Kultusministeriums, auch was die Notwendigkeit von Schulleiterstellen angeht. Ich bin geneigt, mich der Meinung von Staatsminister Söder anzuschließen, der bemerkt hat, dass wir vorhersagen können, in welchem Abstand welcher Komet im Jahr 2028 an der Erde vorbeifliegt, aber im Mai können wir nicht sagen, wie die Stellenplanung im Bildungsbereich im September ist.
Entweder ist das Kultusministerium also unfähig, Zahlen zusammenzuzählen und daraus zu errechnen, wie viel Schulleiterstellen benötigt werden. Dann sollten schleunigst personellen Konsequenzen bis hin zur Ministeriumsspitze erfolgen.
Oder das Kultusministerium will nicht preisgeben, wie der schleichende Abbau der Schulleiterstellen weiter voranschreitet. Für die Bürgerinnen und Bürger gehört zu einer Schule auch eine Schulleitung die vor Ort anwesend ist.“
Karl sieht vor allem besonders kritisch, dass der normale Fortgang nach der Streichung der Leiterstelle dann auch die Schule ihre Selbstständigkeit verliert und geschlossen wird. Diese Vorgehen sorgt gerade im ländlichen Raum für Nachteile der Kommunen und steht im klaren Widerspruch zum dem Verfassungsziel der gleichwertigen Lebensverhältnisse im ganzen Land.
Die SPD-Sprecherin für Fragen des ländlichen Raums Annette Karl stört sich aber auch an der steigenden Belastung der Lehrkräfte. Die minimalen Einsparungen durch die Streichung einer Leitungsposition steht in keinem Verhältnis zu der Mehrbelastung der Schulleitungen mit mehreren Standorten und selbständigen Schulen. Hinzukommt, dass durch die Streichung von Leiterstellen immer weniger Aufstiegsmöglichkeiten bestehen.