„Kündigung der Stromverträge eröffnet Chancen“

Veröffentlicht am 27.06.2009 in Kreistagsfraktion

Straubing-Bogen: Die einmalige Chance zum zügigen Umstieg auf eine zukünftige Stromversorgung der Landkreisliegenschaften aus erneuerbaren und damit umweltverträglichen Energieen sieht die SPD-Kreistagsfraktion in der Kündigung der derzeitigen Verträge zum Jahresende. Durch den Auftragswert von über einer Million Euro für die kreiseigenen Einrichtungen und von 1,2 Millionen Euro für die Kreiskliniken Bogen und Mallersdorf seien nach dem Vergaberecht die Leistungen neu und europaweit auszuschreiben. Vorsitzender Heinz Uekermann verwies auf einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion aus dem Jahr 2007, wo die SPD bereits die Vergabe nach ökologischen Kriterien gefordert habe verbunden mit Vorschlägen zu konkreten Handlungsschritten. Dieses Vorgehen sei aktueller denn je und auch im regionalen Entwicklungskonzept der „Bioregion Straubing-Bogen“ sei es aufgenommen. Kreisrat Fritz Fuchs wies auf den Aspekt der externen Kosten bei Energieträgern hin. Es sei zu kurz gesprungen, nur auf den wirtschaftlichsten Preis zu achten. Entscheidend sei der volkswirtschaftliche Preis von Energie, wo auch die Folgekosten für die Bürger wie Umweltschäden, Endlager und Kosten durch die Erderwärmung einbezogen würden. Nur eine nachhaltige Energieversorgung werde die Kosten für Normalbürger bezahlbar bleiben. Mit dem Bezug von Ökostrom könne der Landkreis seinen Teil zur Senkung der C02-Emissionen beitragen. Maria Kulzer erklärte sich bereit, den bestehenden Fraktionsantrag zu aktualisieren, zum Beispiel müsse ein Stromanbieter durch ein Zertifikat nachweisen können, dass ein angebotener Strom im gesamten Lieferzeitraum ausschließlich aus erneuerbaren Energien stammt.

Ausgiebig diskutiert wurden die verschiedenen Gesichtspunkte des Konjunkturpaketes II, wo man die Rolle der SPD-Minister in der Bundesregierung ausdrücklich würdigte. Ausschließlich von dieser Seite kämen Antworten auf die politischen und wirtschaftlichen Problemstellungen der aktuellen Wirtschaftskrise. Auf Kritik stieß hingegen die Verteilung der Mittel in Bayern. „Gerecht wäre es gewesen, die Mittel nach den Regeln der Schlüsselzuweisungen zu vergeben. Dann wäre das Geld bei den tatsächlich bedürftigen Kommunen angekommen“, so Kreisrat und Bürgermeister Reinhard Schwarz. Sorge bereite ihm ausserdem, dass sich nicht eine Hauptschule unter den geförderten Projekten finde. Das lasse Schlimmes zum Stellenwert befürchten, den die Bayerische Staatsregierung dieser Schulart einräume. Als völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar bezeichnete es Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann, dass der Landkreis ebensoviel bekäme wie die 37 Landkreisgemeinden zusammen. Die SPD-Fraktion erwarte, dass sich dieser Umstand bei den nächsten Haushaltsberatungen positiv auf die Kreisumlage auswirken werde.

Zustimmend befasste sich die Versammlung mit einer Anregung aus dem überparteilichen Umweltarbeitskreis der SPD. Immer mehr würde die Lärmbelastung auch durch den Straßenverkehr auch im Landkreis zum Problem. Man werde deshalb eine Stellungnahme durch die Verwaltung zur Situation in der Region beantragen. Zu einer mittel- und langfristigen Problemlösung sei eine Bestandsaufnahme mit Umsetzungskonzept die Voraussetzung.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.