Kommunen eine Chance geben

Veröffentlicht am 27.07.2010 in Kreisvorstand

Landshuter SPD-Mitglieder mit MdB Ewald Schurer und Klaus Wowereit (Mitte)

Themen der Metropolregion beim Sommerempfang mit Klaus Wowereit diskutiert

Der stellvertretende Parteivorsitzende und Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit war beim kommunalpolitischen Sommerempfang der SPD in Freising zu Gast. Gemeinsam mit den Genossen aus Oberbayern hatte die SPD in der Region Landshut die Kommunalpolitiker eingeladen, um zum einen auf den Themenschwerpunkt „Metropolregion“ aber auch auf die Situation der Kommunen hinzuweisen.

Die Region Landshut wird beim europäischen Blick als Metropolregion München-Landshut wahrgenommen, als eigenständige Region kann sie im weltweiten Vergleich mit Millionenstädten kaum mithalten. Deshalb müssten politische Voraussetzungen geschaffen werden, um landkreis- und bezirksübergreifend zusammenzuarbeiten. In der Infrastruktur, in der Bildungs- und Integrations- und Sozialpolitik gelte es, gemeinsam Herausforderungen zu erkennen und zu lösen. Ein Blick über den Tellerrand lohne sich, so der stellvertretende Landesvorsitzende MdB Ewald Schurer. Deshalb finde zum ersten Mal der Sommerempfang der SPD Freising auch mit und für die Kommunalpolitiker in der Nachbarregion Landshut statt. Die Spitze der SPD in Stadt und Landkreis Landshut vertraten Anja König und Ruth Müller zusammen mit einigen Kommunalpolitikern der Region.

Klaus Wowereit ging in seinem Referat auf die „schwarz-gelbe Mogelpackung“ ein. Die Abschaffung der Gewerbesteuer sei fatal für die Kommunen, so Wowereit. Jede Kommune sei darauf angewiesen, für Investitionen in Infrastruktur eine verlässliche Finanzierungsgrundlage zu haben. Die Überlegungen bei der Gewerbesteuer müssten nach Meinung der SPD noch weiter gehen, dass künftig auch Freiberufler mitzahlen sollten. Im Bereich der Arbeits- und Sozialpolitik brach Wowereit ein Lanze für den Mindestlohn. Nur, wenn heute anständige Löhne bezahlt werden, von denen Menschen auch leben können, werde man in 20 oder 30 Jahren keine Altersarmut haben. 3,5 Millionen Menschen, die als „Aufstocker“ ihr Einkommen verbessern, müsse die Gesellschaft derzeit mittragen, weil die Arbeitgeber nicht willens seien, anständige Löhne zu bezahlen. Es müsse auch endlich Usus werden, dass das Konnexitätsprinzip greife. Bund und Länder erfänden ständig neue Regelungen, die auf Kosten der Kommunen dann umgesetzt und finanziert werden müssten. „Die Kommunen brauchen eine Chance für die Arbeit MIT und FÜR die Bevölkerung“, rief Klaus Wowereit den zahlreichen Genossen zu.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.