Klimaschutz und Landwirtschaft, Digitalisierung, Bildung und Mobilität gemeinsam denken

Veröffentlicht am 19.09.2021 in Wahlen

Wahlabschluss mit Bundestagskandidat Vincent Hogenkamp und MdEP Maria Noichl mit Gästen auf dem Wimmer-Hof in Steinbach

Wahlkampf-Abschluss der Landkreis-SPD mit Vincent Hogenkamp und Maria Noichl, MdEP auf dem Wimmer-Hof

Wie eng die Welt und die Politik der verschiedensten Ebenen miteinander verknüpft ist, wurde beim Wahlabschluss der SPD im Landkreis Landshut am Freitagabend in Steinbach bei Rottenburg deutlich. Stadträtin Angelika Wimmer begrüßte bei spätsommerlichen Wetter auf ihrem Hof rund 100 Gäste und Parteimitglieder, die gekommen waren, um von Bundestagskandidat Vincent Hogenkamp im Talk mit der Europaabgeordneten Maria Noichl die Leitlinien sozialdemokratischer Politik zu hören. „Wir freuen uns alle, dass es nun doch ein kleines Hoffest in Steinbach gibt“, bedankte sich die Kreisvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller, MdL für die Gelegenheit, auf einem bäuerlichen Familienbetrieb den Wahlabschluss durchzuführen. „Wir wissen, dass wir den Klimawandel mit allen Menschen anpacken müssen, dazu gehören auch die Landwirte, die durch Unwetterschäden oft auch zu den Hauptbetroffenen gehören“, so Müller. „Ökologie und Landwirtschaft müssen zusammen gedacht werden“, griff die Europapolitikerin Maria Noichl, die in Brüssel im Agrarausschuss tätig ist, den Faden auf. „Wir müssen gewachsene Strukturen erhalten und eine Landwirtschaftspolitik betreiben, die die Hofnachfolge sichert und ermöglicht“, forderte Bundestagskandidat Vincent Hogenkamp. Zum Klimaschutz gehöre es aber auch, dass unsinnige Transporte von Lebensmitteln aufhören müssten und Freihandelsabkommen nicht danach ausgerichtet werden, ob Deals für die Automobilindustrie mit billigem Rindfleisch aus Argentinien aufgewogen würden. Leider erlebe man auf der Bundes-, Landes- und auch auf europäischer Ebene immer wieder, dass sich die Ministerien für Landwirtschaft und Umweltschutz nicht einig seien. Hier hatte die schlagfertige Maria Noichl auch gleich einen Vorschlag parat: „Kein Bereich in Deutschland bräuchte dringender ein Großraumbüro wie diese beiden Ministerien zusammen“, sagte sie unter dem Applaus der Zuhörer. Wie eng die Digitalisierung mit der Bildung und der Wirtschaft verknüpft ist, wurde in der nächsten Themenrunde deutlich, die der Moderator des Abends, Alexander Tratzky mit einem praktischen Beispiel einläutete: Der Download eines Computerspiels habe letztens bei ihm 16 Stunden gedauert und als angehender Mathematik-Lehrer habe er ausgerechnet, dass das in Rumänien dank eines schnelleren Internets schneller gegangen wäre und das sogar dann, wenn er die Flugzeit mit einrechnen würde. „Für den Erhalt unseres Wirtschaftsstandorts Deutschland ist das ein wichtiges Thema“, bestätigte Bundestagskandidat Vincent Hogenkamp und führte als Beispiel auch die Arbeit im Home-Office oder das Home-Schooling an, das gerade im ländlichen Raum häufig zu einer besonderen Herausforderung wurde. „Olaf Scholz hat in unserem Zukunftsprogramm den klaren Plan, dass Deutschland bis zum Jahr 2030 eine digitale Infrastruktur auf Weltniveau bekommen soll“, so Hogenkamp. Gerade als junger Mensch sei ihm auch der Ausbau des ÖPNV wichtig, denn hier habe er auch durch die Bundestagskandidatur gesehen, dass es beinahe unmöglich sei, alleine im Wahlkreis Landshut-Kelheim mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. „Eine verbesserte Mobilität bedeutet aber für alle Menschen mehr Teilhabe“, führte Maria Noichl aus. Denn man dürfe nicht davon ausgehen, dass jede Familie zwei Autos habe oder diejenigen vergessen, die aufgrund von Krankheit oder Alter nicht mehr selber fahren können.

Beim Blick in die Kristallkugel ins Jahr 2040 schwebte dem Bundestagskandidaten Vincent Hogenkamp eine Gesellschaft vor, die im gegenseitigen Respekt in sozialer Sicherheit und Freiheit zusammenlebt, denn dies sei die Grundlage für den Erhalt der Demokratie in unserem Land. Für Maria Noichl, die bereits vier Enkelkinder hat, steht eine enkeltaugliche, also nachhaltige Politik im Mittelpunkt. Und als Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) wünscht sie sich endlich gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Gesellschaft und in den Parlamenten. „Nach über 100 Jahren nach der Einführung des Frauenwahlrechts gibt es noch viel zu tun, sei es die gleiche Bezahlung, die Aufteilung der Care-Arbeit und armutsfeste Renten“, machte sie an einigen Beispielen deutlich. Bei einem gemeinsamen Spanferkel-Essen wurde die Endphase des Wahlkampfs im Landkreis eingeläutet und der stellvertretende Kreisvorsitzende Peter Forstner bedankte sich mit einem Korb lokaler Produkte bei Bundestagskandidat Vincent Hogenkamp und Maria Noichl für den gelungenen politischen Abend.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.