Klimaschutz ist ein Konjunkturmotor

Veröffentlicht am 28.05.2009 in Umwelt

Energieautarke Gemeinden sind das Ziel der SPD im Landkreis Landshut

Auf Einladung der beiden SPD-Landtagsabgeordneten Ludwig Wörner und Reinhold Strobl beteiligte sich der SPD-Kreisverband Landshut an der energiepolitischen Informationsveranstaltung im Bayerischen Landtag. „Energieautarke Gemeinde – geht das?“ – so lautete die Fragestellung und die qualifizierten Referenten bewiesen, dass mit gutem Willen vieles möglich ist. Für jede Stadt, jede Gemeinde und jeden Landkreis ist es eine besondere Herausforderung, energieautark zu werden, um unabhängig zu werden von großen Energiekonzernen. Die parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesumweltministerium, Astrid Klug, informierte über die Fördermöglichkeiten der Bundesregierung aber auch über die Vielfalt der erneuerbaren Energien. Gerade in den vergangenen Jahren habe man bei Rohstoffen wie Erdöl, Steinkohle und Uran Kostensteigerungen von bis zu 1.700% in 6 Jahren (Uran) erlebt. Die Kostenentwicklung bei den erneuerbaren Energien sei dazu gegenläufig gewesen und um bis zu 80% gesunken. Das von der rot-grünen Regierung verabschiedete Erneuerbare-Energien-Gesetz aus dem Jahr 2000 sei ein Exportschlager geworden: 47 Staaten hätten dieses Gesetz übernommen und somit sei das EEG auch ein Türöffner für Investitionen und Technologietransfer in andere Länder geworden. Im Jahr 2007 konnte man bereits 280.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien vorweisen.

Wichtig sei nun, regionale Klimaschutzkonzepte zu entwickeln, hierfür gebe es bis zu 80% Zuschuss und zahlreiche Wettbewerbe, an denen sich Kommunen, Schulen oder Stadtwerke beteiligen können. Der Bereich der Windenergie war insbesondere für Geisenhausens Dritten Bürgermeister Herbert Treutinger interessant, und hier machte MdL Strobl im Gespräch deutlich, dass Windränder nicht nur ein Symbol für Umweltpolitik seien, sondern einen echten Beitrag zur Energiepolitik liefern können. In seinem Wahlkreis soll demnächst ein Bürgerwindpark entstehen und Strobl lud die SPD Geisenhausen in den Landkreis Cham ein.

Auch im Bereich der Photovoltaik habe sich viel getan, 48% der eingesetzten Mittel seien in Bayern verbaut worden, machte MdL Ludwig Wörner deutlich. Fraktionsvorsitzende Ruth Müller konnte dies sowohl für den Landkreis Landshut als auch für ihre Heimatgemeinde Pfeffenhausen durchaus bestätigen. 2002 habe die SPD Pfeffenhausen den Antrag auf Aufnahme in die Solarbundesliga gestellt und belege nun landkreisweit Platz 2 und deutschlandweit Platz 24 von über 1.300 gemeldeten Kommunen aus ganz Deutschland. Auch in der Heimatgemeinde von Michael Forster in Ergoldsbach werde nun ein Solarpark geplant – hier sei es jedoch wünschenswert, wenn zukünftig mehr „Bürgersolarparks“ entstünden, da die Akzeptanz der Bürger mit der Beteiligung steige.

Gernot Mühlbauer stellte den interessierten Besuchern im Landtag das von der SPD Bodenkirchen entwickelte „Energiekonzept Bodenkirchen 2020“ zur Verfügung. Bürgermeister Bernhard Deutsch präsentierte das Modellprojekt aus dem österreichischen Burgenland „Energieautarker Bezirk Güssing“, das bereits vor 21 Jahren entwickelt wurde. Grundidee war, den Finanzabfluss für Energiekosten aus der einkommensschwachen Region zu stoppen, den Ökotourismus anzukurbeln und Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern. Das Forschungsprojekt der Uni Kassel „100%-EE-Regionen“ wurde vorgestellt und Taufkirchen und Unterhaching stellten ihre Geothermie-Projekte vor. Dass die SPD im Landkreis Landshut im Bereich der Energiepolitik in vielen Gemeinden schon positive Akzente gesetzt hat, davon wird sich der Schnaittenbacher Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl bei einem Besuch im Juli überzeugen – die Mitglieder der Landkreis-SPD luden ihn zu einer Radltour entlang energiepolitischer Leuchtturmprojekte in den Landkreis Landshut ein.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.