Kernkraftwerk Isar I bald abschalten

Veröffentlicht am 27.08.2010 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion schließt sich der Resolution der Landshuter CSU an.

Mit seiner technischen Ausstattung wäre Kernkraftwerk Isar I heute nicht mehr genehmigungsfähig. Der 31 Jahre alte Meiler genüge nicht mehr den aktuellen geltenden Sicherheitsanforderungen.

Insbesondere müsse der mangelnde Schutz vor einem Flugzeugabsturz und die Gefahr terroristischer Angriffe beanstandet werden. Zudem befinde sich die Atomanlage nur wenige Kilometer vom Siedlungsschwerpunkt des Landkreises entfernt, in dem in und um die Stadt Landshut rund 100.000 Menschen ansässig seien. Zu deren Schutz sei die Stilllegung des Kraftwerks im kommenden Jahr unumgänglich, so wie dies im Atomkonsens unter SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder mit den Kraftwerksbetreibern vereinbart worden sei.

Mit diesen Worten begründete Fraktionsvorsitzende Ruth Müller in der letzten Sitzung die Überlegung, sich parteiübergreifend dem Begehren der Landshuter CSU anzuschließen. Die Sozialdemokraten beschlossen daher einen Antrag an den Kreistag. Dieser solle eine Resolution verabschieden, in der an die Bundesregierung und die bayerische Staatsregierung appelliert wird, eine Laufzeitverlängerung für das KKI Isar I nicht zu genehmigen. Die vereinbarte Laufzeit von Isar II sei damit nicht betroffen.

Kreisrat Franz Göbl fügte der Argumentation noch einen weiteren Aspekt an. Er stellte fest, dass aus der öffentlichen Diskussion das Brennelemente-Zwischenlager am Standort in Ohu weitgehend verschwunden sei. Die als Übergangslösung vorgesehene Lagerung sei stillschweigend zur Dauereinrichtung geworden. Hier liege ein zusätzliches Gefahrenpotenzial, das mit einer Verlängerung der Laufzeit nur noch verschärft werde. Obwohl führende Politiker die sichere Endlagerung des verstrahlten Mülls lange Zeit als Voraussetzung für die verantwortbare Nutzung der Atomenergie bezeichnet hätten, sei bislang nicht ein abgebrannter Brennstab aus einem deutschen AKW tadellos endgelagert. In dieser misslichen Situation liege das wichtigste Argument gegen einen verlängerten Betrieb in Ohu und anderen Kernkraftwerken.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.