Keine Kunstmilch im Kühlregal

Veröffentlicht am 23.04.2009 in Wirtschaft

Josef Kollmannsberger, agrarpolitischer Sprecher der Kreis-SPD ist sich der Unterstützung von Marianne Schieder sicher.

SPD Agrarsprecher Josef Kollmannsberger fordert eine Kennzeichnungspflicht für Analogkäse und andere, künstlich hergestellte Milchprodukte.

„Es kann nicht sein, dass dem Verbraucher im Käseregal und auf Fertiggerichten Käse suggeriert wird, der sich dann, bei genauster Betrachtung der Zutatenliste, als künstliche Fettpampe mit Geschmacksstoffen herausstellt.“, so Kollmannsberger zum „Analog-Käse“.

Völlig unverständlich ist die Verwendung dieser Stoffe durch die Nahrungsmittelindustrie angesichts der desaströsen Situation der bayerischen Milchbauern. „Hier geht es nur um eine Gewinnoptimierung der Industrie. Niemand will und braucht diese Ersatzstoffe auf unseren Nahrungsmitteln“, so Josef Kollmannsberger. Hier alleine auf das Verantwortungsbewusstsein der Hersteller zu setzen sei zu wenig.

Für die SPD im Landkreis Landshut fordert der landwirtschaftspolitische Sprecher umgehend eine Kennzeichnungspflicht für Produkte, die mit „künstlich hergestellten“ Milcherzeugnissen hergestellt wurden. Dies sei man dem Verbraucher und vor allem den Landwirten schuldig.

Weiterhin unterstützt die Landshuter SPD die Forderung der Landtagsfraktion nach einem Reinheitsgebot für bayerische Milch, bei der beispielsweise die sogenannte ESL Milch verständlich gekennzeichnet werden soll. Bei diesem Verfahren wird die Milch über einige Minuten auf über 120 Grad erhitzt und somit länger haltbar gemacht, allerdings gehen bei diesem Verfahren ein großer Bestandteil der Vitamine verloren. „Das Reinheitsgebot kann ein großer Erfolg für die bayerischen Milchbauern und die Milchindustrie werden, wenn Mittel für eine Werbe- und Aufklärungskampagne bereitgestellt werden“, so Josef Kollmannsberger. Die Verbraucher wünschen, dass die hochwertige Milch der bayerischen Landwirte auch bei ihnen ankommt. Wir brauchen keinen „Analog-Käse“ und keinen Quark ohne Milcheiweiß im Kühlregal, stellt Kollmannsberger fest.

Den Appell überreichte der agrarpolitische Sprecher der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder, Mitglied des Agrarausschusses. Diese sicherte ihre volle Unterstützung zu, um die Rechte der Verbraucher zu stärken und die Interessen der Landwirtschaft zu vertreten.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.