MdB Marianne Schieder appelliert an Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière
Eine Woche vor Bekanntgabe der Entscheidung über die Neuausrichtung der Bundeswehr appelliert die örtliche SPD-Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder noch einmal an den Bundesverteidigungsminister, sich zum ländlichen Raum zu bekennen und die Standorte in der Oberpfalz zu erhalten.
Natürlich zählten bei der Bundeswehrreform Entscheidungskriterien, die mit der Struktur der zukünftigen Truppe zusammenhängen. Jedoch sollten neben den strukturellen Notwendigkeiten auch andere Gesichtspunkte eine Rolle spielen, insbesondere für ländlichere Regionen wie in der Oberpfalz, betonte MdB Marianne Schieder.
Christian Ude habe hierzu einen Vorschlag gemacht: Sein Angebot sei, dass Großstädte wie München zu Gunsten der Standorte im ländlichen Raum verzichten, nach dem Motto "Stadt und Land, Hand in Hand". Bereits im Frühsommer hatte der Münchner Oberbürgermeister in einem Brief Verteidigungsminister de Maizière vorgeschlagen, drei weitere Bundeswehr-Areale in München freizumachen. Die bayerische Landeshauptstadt könnte auf Kasernen verzichten. Denn für München stelle die Bundeswehr nicht mehr einen Wirtschaftsfaktor von übergeordneter Bedeutung dar, für die ländlichen Regionen jedoch schon. Anders als in großen Städten oder Metropolregionen gebe es im ländlichen Raum kaum Möglichkeiten, eine Standortschließung zu kompensieren.
MdB Marianne Schieder: „Deshalb appelliere ich noch einmal eindringlich an Verteidigungsminister de Maizierè, den Vorschlag von Christian Ude anzunehmen und die Standorte Amberg, Cham, Kümmersbruck, Oberviechtach, Pfreimd und Roding zu erhalten“. Die Bundeswehr sei hier ein wichtiger Arbeitgeber und mit der daraus folgenden Kaufkraft eine wichtige Stütze für die regionale Wirtschaft.
“Standortschließungen wären für unsere Heimat verheerend“, betonte die Abgeordnete. Gerade in ländlichen Regionen erfahre die Bundeswehr eine hohe Wertschätzung und habe eine besonders enge Verbindung zu den Bürgerinnen und Bürgern. Besonders nach Aufheben der Wehrpflicht sei diese Verankerung in der Gesellschaft von Bedeutung, denn viele Standorte rekrutieren ihren Nachwuchs weitgehend aus der Region.