"Kampf gegen Sozialdumping im Verkehr ist EU-Sache"

Veröffentlicht am 02.12.2014 in Presse

Es geht um die Manipulation von Fahrtenschreibern, die unsachgemäße Sicherung von Gefahrengut oder Verstöße gegen Ruhezeiten – die EU-Kommission hatte dem Europäischen Parlament Ende September eine Liste von schwerwiegenden Straßenverkehrsdelikten vorgelegt, nach denen Verkehrsunternehmen ihre Lizenz verlieren können. Verstöße von Sozialrechten hat die Kommission aber ungenügend berücksichtigt – angesichts des verbreiteten Sozialdumpings in der Logistikbranche ein schweres Versäumnis. Daher hat der Verkehrsausschuss auf Druck der sozialdemokratischen Fraktion die Liste am Dienstag abgelehnt.

"Es ist zwar grundsätzlich gut, dass die EU-Kommission die Strafverfolgung schwerwiegender Verstöße in der Europäischen Union anhand der vorliegenden Liste harmonisieren möchte. Leider hat die sie aber die Chance versäumt, die Unterwanderung von Arbeits- und Sozialstandards als Verstoß in der Liste zu klassifizieren", so Ismail Ertug, SPD-Abgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der europäischen Sozialdemokraten im EU-Parlament.

"Hoffentlich hat die EU-Kommission durch unser Veto endlich verstanden, dass der Kampf gegen Sozialdumping Sache der EU ist. Wir fordern, dass sie das bei der Überarbeitung der Liste ausreichend berücksichtigt", so Ismail Ertug weiter.

In ihrem überschwänglichen Liberalisierungseifer der letzten Jahre unter Verkehrskommissar Siim Kallas habe die Kommission dem Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die nun abgelehnte Liste sei ein Paradebeispiel dafür, merkt Ismail Ertug an.

Die sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament fordert deshalb seit Jahren eine bessere gesetzliche Stärkung von Sozialrechten in Europa. Dazu Ismail Ertug: "Wir erwarten von der neuen Verkehrskommissarin Violeta Bulc, dass sie zügig entsprechende Gesetzesvorschläge dem Parlament präsentiert."

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.