Jusos wollen sich stärker als politische Einflussgröße positionieren

Veröffentlicht am 16.10.2010 in Arbeitsgemeinschaften

Neugewählter Regensburger Juso-Vorstand startet durch

Die Jusos Regensburg wählten auf ihrer Unterbezirkskonferenz den 24-jährigen Tobias Afsali einstimmig zum neuen Vorsitzenden der Jusos in der Stadt und im Landkreis Regensburg.
In seiner Bewerbungsrede erinnerte er unter anderem an das vorbildliche Engagement der Jusos bei der Regensburger Initiative "Keine Bedienung für Nazis". Afsali begrüßte außerdem das Parteiausschlussverfahren von Thilo Sarrazin: "Wer Intelligenz mit Genetik verbindet, ist nicht mehr weit von der Rassentheorie im Dritten Reich entfernt und steht diametral zu dem, für was die SPD seit 150 Jahren eintritt: Den Aufstieg durch Bildung, unabhängig von der Herkunft."

Der angehende Doktorand möchte die Jusos in Zukunft stärker als politische Einflussgröße positionieren. "Wir können in Regensburg viel bewegen", so Afsali, der seit 2008 Vorsitzender des Juso-Stadtverbandes und als Kassier im Vorstand des Stadtverbandes der SPD Regensburg tätig ist.

Der aufgrund hoher Arbeitsbelastung sowie eines Auslandsaufenthaltes scheidende, langjährige Vorsitzende Fabian Michl, resümierte in seinem Rechenschaftsbericht die positive Mitgliederentwicklung der Jusos in Regensburg. vor allem im letzten Jahr. Stolz blickte Michl, bis vor kurzem noch Gemeinderat in Sinzing, auf die zahlreichen öffentlichkeitswirksamen Aktionen und die inhaltliche Arbeit zurück.



Als stellvertretende Vorsitzende wurden die Regensburger Carolin Hagl (28) und Markus Zaglmann (26) bestätigt. Der Schüler David Novotny (17) aus Thalmassing wurde erstmals als Stellvertreter gewählt. Die Aufgabe als Schriftführer teilen sich Max Fritsch (23) und Benjamin Wankerl (24). Überdies wurden als weitere Vorstandsmitglieder gewählt: Juba Akili, Dilek Bilenler, Valerie Fischer, Elena Fritz, Nathalie Haas, Thomas Hinterwimmer, Matthias Jobst und Caro Salvamoser.



Durch Anträge forderten die Jusos die Stadt Regensburg auf, den Neubau der FOS/BOS noch vor 2012 zu beginnen und endlich alle Fakten konkret zu benennen. Um die nächtliche Lärmbelästigung in der Regensburger Altstadt zu entzerren, soll die Sperrstundenregelung unverzüglich abgeschafft werden. Darüber hinaus fordern die Jungsozialisten den Ausbau außerschulischer Bildungsprogramme, die Gebühren für Kindertagesstätten und Kindergärten abzuschaffen und städtische Fördermittel für offene Ganztagsschulen zu erhöhen. "Der Freistaat, und damit CSU und FDP, entziehen sich ihrer Verantwortung, wenn Wohlfahrtsverbände wie die AWO oder die Evangelische Jugend- und Sozialarbeit weitgehend ehrenamtlich die Nachmittagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler schultern müssen, da die finanziellen Mittel hierfür nicht im Ansatz ausreichen," stellte Afsali fest.

Die Gastrednerinnen MdL Margit Wild und Stadträtin Gertrud Gertrud Maltz-Schwarzfischer (beide SPD) hoben die wichtige Funktion der Jusos in der SPD hervor. Um die politische Arbeit weiter zu forcieren und die vielen Neumitglieder einzubinden, gründeten die Jusos Arbeitsgruppen zu den Themen Bildung, Gleichstellung, Integration, Netzpolitik, Soziales und Umwelt.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.