Jahresabschluss des OV Mallersdorf-Pfaffenberg

Veröffentlicht am 16.01.2011 in Veranstaltungen

Ortsvorsitzender Martin Kreutz (5.v.l.) konnte eine ganze Reihe von Genossinnen und Genossen, aber auch Freunde der SPD zur ersten Sitzung des Jahres 2011 begrüßen

Ortsverein Mallersdorf-Pfaffenberg: Mehr SPD im Labertal
Hochwasser vor der Türe - Gandorfer-Abend einer der Höhepunkt im Jahresverlauf

Wenige Stunden vor der ersten Sitzung des SPD-Ortsvereins Mallersdorf-Pfaffenberg im Jahr 2011 stand das Hochwasser nur noch ein paar Meter vor dem Sportheim in Oberlindhart. Unter diesem Eindruck drehten sich die Gespräche zum Neuen Jahr unweigerlich um die geplante Umgehungsstraße und die daraus resultierende Hochwassergefährdung der Ortsteile Oberlindhart und Pfaffenberg. Neben dem bebilderten Jahresrückblick des Ortsvereins durch OV-Vorsitzenden Martin Kreutz präsentierte Rainer Pasta, Sprecher des SPD-Arbeitskreises Labertal, den Teilnehmern einen Ausblick auf „Mehr SPD im Labertal“.

„Die aktuelle Hochwassersituation im Labertal zwischen den Kernorten und den Ortsteilen Oberlindhart, Westen und Niederlindhart zeigt deutlich auf, dass die geplante Umgehungsstraße durch die Talaue die Hochwassersituation vor Ort wohl nur verschärfen kann. Binnen weniger Stunden stand das Wasser ein paar Meter vor der Tür und nur durch die weitläufig überflutbare Talaue ist es zu keinen Schäden gekommen“; so SPD-Ortsvorsitzender Martin Kreutz, der auch als Mitglied der Feuerwehr zur Hochwasserabwehr bereitgestanden hat. Ein eingeschränkter Überflutungsraum und eine Einengung der Zuflüsse aus dem südlichen Hügelland durch den geplanten Straßendamm werde für die Ortsteile verheerende Folgen haben und es müssen große Summen für Regenrückhaltemaßnahmen investiert werden, nur weil die Befürworter der Labertaltrasse die offensichtlichen Folgen einfach nicht sehen wollen, so Kreutz weiter.

In einem interessanten Wechsel zwischen Rückblick und Ausblick erläuterte Arbeitskreissprecher Rainer Pasta die Pläne des AK Labertal für die kommenden Monate. „Wir sind angetreten um mehr SPD ins Labertal zu bringen, den Menschen vor Ort zu zeigen, dass die Sozialdemokratie ein lebendiger und wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist“, so Pasta. Dies sei in den vergangenen 1 ¼ Jahren bestens gelungen. Mit der Ausstellungsserie „Rechtsradikalismus in Bayern“ habe der AK sein Ziel erreicht, dass Thema Rechtsradikalismus in die öffentliche Diskussion zu tragen. Die Unterstützung des Bündnisses für ein buntes Geiselhöring gehe in die selbe Richtung. Mit den Bonhoeffer-Wochen, während denen der AK zusammen mit den evangelischen Kirchengemeinden dem Pfarrer und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer gedachten, gelang es weit mehr als 1000 Menschen für das Thema zu begeistern. Eine ganze Reihe von hochkarätigen SPD-Politikern bis hin zur SPD-Landesspitze, aber auch Bischof Gerhard Ludwig Müller konnten für die Aktion gewonnen werden und setzten sich zusammen mit den Menschen vor Ort mit den Botschaften Bonhoeffers auseinander. Die seit dem Jahre 2010 angebotenen Themennachmittage erreichten mit dem Vortrag „Die Brüder Gandorfer“ von Franz Graf einen vorläufigen und unerwarteten Höhepunkt. „Es kommt nicht selten vor, dass bei einer SPD-Veranstaltung das Wirtshaus zu klein wird, aber hier in Pfaffenberg ist uns das gelungen“, so AK-Sprecher Rainer Pasta. In diesem Zusammenhang erinnerte Pasta auch an das feierliche Gedenken am Jüdischen Ehrenmal anlässlich der Flossenbürgfahrt des Arbeitskreises zum Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai. „Auch für 2011 haben wir eine Fahrt nach Flossenbürg geplant, denn das Dokumentationszentrum hat eine neue Ausstellung zu bieten. Vielleicht gelingt es uns bis zum 8. Mai die Partnerschaft der Fördervereine aus Flossenbürg und dem oberösterreichischen Mauthausen zu besiegeln“. Der Kontakt ergab sich bei der Infofahrt des Arbeitskreises nach Oberösterreich, wo eine Delegation aus dem Labertal auf Einladung des SPD-Vorsitzenden und sellver. Landeshauptmanns Josef Ackerl nach Linz reiste um sich über einen in Bayern unvorstellbaren Ausbau des DSL-Netzes in Oberösterreich zu informieren. Hierzu berichtete Pasta auch über den Besuch und den Vortrag des Lengauer Bürgermeisters Erich Rippl im Labertal. „Mit der Gemeinde Lengau und dem erfolgreichen Bürgermeister verbindet uns nun eine interessante Partnerschaft. Nicht nur, dass Lengau eine erfahrene VIA NOVA-Gemeinde ist, von deren Erfahrungen wir im Labertal nur profitieren können, sondern dass wir mit Erich Rippl auch einen Bürgermeister erleben, der uns mit seinen Projekten und Visionen für eine lebenswertere Zukunft im ländlichen Raum nur unterstützen kann“, so Rainer Pasta - einen Gegenbesuch plane der AK fürs Frühjahr. Mit der Ausstellungsserie „Die freien Gewerkschaften 1933 – Arbeiter dich wollen wir!“, den De-Eskalationsseminaren mit der Polizei und der Vortragsreihe „Der ‚Kleine Widerstand’ im Labertal“ setze der AK Labertal das für 2011 beschlossene Motto „Zivilcourage“ entsprechend um. 2010 habe sich der AK mit seinen Mitgliedern auch vielen politischen Themen angenommen - so sammelte man u.a. Unterschriften und demonstrierte in Berlin und München gegen den Ausstieg aus dem Atomkonsens und die Gesundheitsreform der schwarz-gelben Regierung. „Ein wichtiges Ziel für die kommenden Jahre bis zu den Wahlen 2013/14 muss es sein, den ‚Mythos CSU’ als das zu entlarven was es ist: ein Trugbild. Die angezeigte Veruntreuung von öffentlichen Geldern bei der Durchführung der Resonanzstudien und das wirtschaftliche Versagen bei der Landesbank sind nur zwei der aktuellen Ansatzpunkte. Mit der Buchlesung von Wilhelm Schlötterer am 18. März in Schierling werden die teilweise kriminellen Verfehlungen der bayerischen Ministerpräsidenten von Strauß bis Stoiber aufgedeckt und das Versprechen von Horst Seehofer „der Geist von Strauß lebt weiter“ bekommt eine ganz neue Dimension“, verspricht Rainer Pasta.

Ortsvorsitzender Martin Kreutz präsentierte die Bilder zu den SPD-Veranstaltungen des vergangen Jahres und hob vor allem den politischen Frühschoppen mit Michl Adam anlässlich des Pfaffenberger Volksfestes, den Besuch der Roten Radler mit Fraktionschef Markus Rinderspacher und die vielen Kontakte der Mallersdorf-Pfaffenberger SPD mit den Nachbarn in der Region hervor. Kreutz: „Ein solidarisches und partnerschaftliches Verhältnis zwischen den Ortsvereinen zeigt, dass eine interkommunale Zusammenarbeit im Labertal erfolgreich möglich wäre. Unsere amtierenden Bürgermeister sind davon noch weit entfernt. Mit „mehr SPD im Labertal“ sind wir heute und morgen besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Dafür danke ich allen meinen Genossinnen und Genossen, aber auch den Freunden der SPD für ihre Unterstützung!“

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.