Jahresabschluss 2013

Veröffentlicht am 31.12.2013 in Allgemein

Bildunterschrift: (vorne) Die drei Landratskandidatinnen (v.l.) Christel Engelhard (LA), Karin Peintinger (SR-Bog) und Paula Wolf (RGBG), (hinten v.l.) Referent Martin Auer, AK-Sprecher Rainer Pasta, die BGM-Kandidat_innen Hubert Wittmann (Aufhausen), Madlen Melzer (Schierling), Martin Kreutz (Mall-Pfaff), Peter Forstner (Neufahrn) und Angelika Thiel (Pfeffenhausen) mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller (2.v.re.)

„Im Zweifel für die Freiheit“
Jahresabschluss des SPD-Arbeitskreises Labertal als Geburtstagsfeier für Willy Brandt - SPD-Landratskandidatinnen aus den Landkreisen Landshut, Regensburg und Straubing-Bogen feierten mit

In Ettenkofen feierte der SPD-Arbeitskreis Labertal seinen Jahresabschluss 2013. Zur „Geburtstagsparty für Willy Brandt (100)“ kamen neben den Vertretern der angeschlossenen Ortsvereine auch die drei SPD-Landratskandidatinnen aus den Landkreisen Landshut, Straubing-Bogen und Regensburg. Die zahlreichen Gäste, unter ihnen mehrere Bürgermeisterkandidat_innen, hörten eine ganz persönliche Laudatio auf den Friedensnobelpreisträger und ehem. Bundeskanzler durch Martin Auer. Bei der Wahl zu den Sprecherposten des AK wurden Ruth Müller, MdL und Rainer Pasta auch für das kommende Jahr bestätigt.

Arbeitskreis-Sprecher Rainer Pasta gab anfangs einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und erinnerte an die Wanderausstellungen „150 Jahre SPD“ und „Die weiße Rose“, die in vielen Orten der Region gezeigt werden konnte. Erneut zeigte sich, so Pasta, dass der AK Labertal große Ausstellungen organisieren und problemlos durchführen könne. Er bedankte sich bei den Mitgliedern für die unkomplizierte und erfolgreiche Zusammenarbeit. Bei den Landtags- und Bundestagswahlen hätten die meisten Ortsvereine ihre Ergebnisse halten bzw. deutlich verbessern können und mit Johanna Werner-Muggendorfer (Lkr. Kelheim) und Ruth Müller (Lkr. Landshut) sei die Region wieder mit zwei Abgeordneten im Bayerischen Landtag vertreten, stellte Pasta fest. Das Augenmerk liege nun auf den anstehenden Kommunalwahlen am 16. März 2014, bei denen die SPD mit jungen, ausgewogenen Listen auf Gemeinde- und Landkreisebene in der Region überzeugen möchte. „Es ist Zeit für mehr Frauen in der Politik“, so Pasta und dafür setze die SPD mit gleich drei Landratskandidatinnen ein deutliches Zeichen.

„Die Zukunft gestalten“
Unter dem gemeinsamen Motto „Die Zukunft gestalten“ präsentierten sich die drei SPD-Landratskandidatinnen Christel Engelhard (Landkreis Landshut), Paula Wolf (Landkreis Regensburg) und Karin Peintinger (Landkreis Straubing-Bogen) den Mitgliedern des AK Labertal. Christel Engelhard, die stellvertretende Landrätin aus dem Landkreis Landshut berief sich dabei auf das Brandt-Zitat „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. Paula Wolf, die erfahrene Gemeinde- und Kreisrätin aus dem Landkreis Regensburg zeigte sich sehr erfreut über den gemeinsamen Termin der drei Kandidatinnen beim AK Labertal und will mit „Politik für die Bürger“ den „schwarzen Stuhl“ im Landratsamt Regensburg durch einen roten ersetzen. Karin Peintinger, die Gewerkschafterin aus Straubing freut sich auf einen tollen und fairen Wahlkampf bei dem insbesondere die regionalen Probleme zur Sprache kommen müssten.

Im Zweifel für die Freiheit
Martin Auer stellte nach der traditionellen Gulaschsuppe seine Laudation für Willy Brandt unter die Überschrift „Im Zweifel für die Freiheit“. Mit vielen Zitaten und persönlichen Erlebnissen gewürzt fasste er das lange, ereignisreiche Leben der sozialdemokratischen Symbolfigur Willy Brandt zusammen. Martin Auer schloss seine Laudatio mit einem Auszug aus der Münchner Rede von Willy Brandt vor mehr als 30 Jahren: „Eine Zukunft haben, heißt, Ziele und Aufgaben haben, die über uns selber hinausreichen. Ohne Wahrhaftigkeit, Beharrlichkeit und Mut zur Zukunft lässt sich nichts bewegen. Lasst uns den Aufbruch nach vorn wagen“.

Mehr ROT im Labertal
Die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller seit 2008 stellvertretende Sprecherin des SPD-Arbeitskreises Labertal bedankte sich abschließend für die gute Zusammenarbeit und das einstimmige Votum für die weitere Leitung des Arbeitskreises zusammen mit AK-Sprecher Rainer Pasta. Müller erinnerte an die Anfänge des AKs und die Aktion zur letzten Europawahl. In Mallersdorf-Pfaffenberg feierten unter der Europaflagge die niederbayerischen und oberpfälzer EU-Kandidaten Christian Flisek und Ismail Ertug zusammen mit den Vertretern der Gemeinde- und Vereinspartnerschaften einen eindrucksvollen Europaabend. „Christian Flisek ist nun niederbayerischer Bezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter und Ismail Ertug vertritt Niederbayern und die Oberpfalz im EU-Parlament“, so Müller. „Wenn es klappt, will der AK Labertal eine entsprechende Aktion zur kommenden Europawahl neu auflegen“, stellte Ruth Müller in Aussicht und forderte: „Mehr ROT im Labertal!“

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.