Ismail Ertug MdEP im Labertal 1

Veröffentlicht am 21.03.2010 in Europa

v.l. Gastwirt Xaver Holzer, Martin Auer, Ismail Ertug MdEP, Johannes Faden und Rainer Pasta vor den wenigen, besonders die bei Kindern und Jugendlichen beliebten Übernachtungshütten

„Wenn es um Zukunftsinvestitionen geht, will keiner was davon wissen“
Naherholungszentrum Hart verdient die Unterstützung der öffentlichen Hand

Unter dem Titel „Landwirtschaft und Tourismus – Perspektiven für die Region Labertal“ stand der Besuch des Europaabgeordneten Ismail Ertug in Laberweinting. Am Samstag Nachmittag besuchte Ertug das Naherholungszentrum Hart und diskutierte mit Gastwirt Xaver Holzer und einer SPD-Abordnung aus Geiselhöring die Möglichkeiten zur Förderung touristischer Aktivitäten im Labertal.

Nach dem Besuch des neuerbauten Hundertwasserturms in Abensberg kam der Amberger Europaabgeordnete Ismail Ertug auch nach Laberweinting. Ertug, SPD-Betreuungsabgeordneter auch für Niederbayern, zeigte sich beeindruckt vom reichhaltigen Erholungsangebot, dass das Naherholungszentrum Hart den Bewohnern der Region bietet. „Tourismus lebt von Lechtturmprojekten, wie dem Hundertwassertrum in Abensberg, aber Tourismus braucht auch das bodenständige, familienfreundliche Angebot in der Fläche. Erst die Kombination macht eine Region für Besucher attraktiv.“ Sowohl in Abensberg, als auch im Hart liege der Schlüssel des Erfolges in der Vernetzung der Angebote und dem gemeinsamen Auftreten der Region. „Mit dem geplanten Europäischen Pilgerweg VIA NOVA, der vom Bogenberg über das Labertal nach Abensberg und Weltenburg weitergeführt werden soll, sind wir auf dem besten Weg die Region touristisch zu erschließen. Über das angedachte Projekt ‚PilgerregionLabertal’ wird auch das Naherholungszentrum Hart mit dem nahegelegenen Wallfahrtsort Haader im europaweiten Pilgerweg vernetzt“, so Rainer Pasta, Sprecher des SPD-AK Labertal. Sanfter Tourismus, so Ismail Ertug, sei die Chance für die Region Labertal, um einen neues wirtschaftliches Standbein zu erschließen. „Mit dem Turm in Abensberg lockt man Menschen an, im Hart können sie sich erholen und entspannen – zusammen ist das ein sehr ansprechendes Angebot“, so Ertug.

Dass der Hart sich auf einem guten Weg befindet, davon konnte sich der SPD- Abgeordnete im Europäischen Parlament und Mitglied im Ausschuss Landwirtschaft und Tourismus, überzeugen. „Viel ist die letzten Jahre geschafft worden, aber alleine kann ich als Gastwirt diese Mammutaufgabe nicht stemmen“, erklärte Xaver Holzer auf die Frage, wie es weitergehen soll. „Einen Baumlehrpfad schildern wir gerade aus. Auch sonst bauen wir unser Angebot kontinuierlich aus“, so Holzer, „aber für die dringend nötigen, preisgünstigen Übernachtungsangebote, die der ganzen Region zu gute kämen, fehlt uns einfach die finanzielle Ausstattung.“

Ertug musste Gastwirt Holzer leider erklären, dass die Fördermittel der EU weitestgehend auf Projekte der öffentlichen Hand beschränkt sind. Vereine und Kommunen müssten sich im Hart einbringen, um Gelder aus Brüssel locker zu machen. „Leider sind weder die ‚WIR-im-Labertal- Gemeinden Laberweinting, Geiselhöring und Mallersdorf-Pfaffenberg noch der gemeinnützige Verein ‚ARGE Naherholung’ bereit, sich im Hart zu engagieren“, so Xaver Holzer. „Viele reden über und brüsten sich mit dem öffentlich zugänglichen Freizeitangebot, dass ich hier der Bevölkerung bereitstelle, doch wenn es um Zukunftsinvestitionen geht, will keiner was davon wissen.“ Ismail Ertug versprach Holzer sich persönlich dafür einzusetzen, dass die Förderungen kommen – vorausgesetzt die Region rückt zusammen und Kommunen und ARGE-Naherholung bringen sich als Träger zukünftiger Investitionen mit ein.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.