Inklusive Schulen gesucht: Bewerbungsstart für Jakob Muth-Preis

Veröffentlicht am 03.09.2014 in Presse

Ab 1. September können sich inklusive Schulen erneut um den Jakob Muth-Preis bewerben. Der Preis zeichnet seit 2009 Schulen aus, die inklusive Bildung beispielhaft umsetzen und so allen Kindern die Möglichkeit eröffnen, an hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre individuellen Potenziale zu entwickeln. Der Preis wird zum sechsten Mal vergeben; Träger sind die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Verena Bentele, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung. Die Bewerbungsfrist endet am 15. November 2014.

MdB Marianne Schieder: „Erfolgreiche inklusive Schulen lenken ihren Blick auf die Bedürfnisse aller Kinder und sehen ihre Unterschiedlichkeit als Chance. In diesen Schulen ist der Perspektivwechsel vom getrennten zum gemeinsamen Unterricht bereits gelungen. Hier profitieren alle Kinder vom gemeinsamen Lernen.“

Das Recht auf inklusive Bildung sei mit der UN-Behindertenrechtskonvention seit 2009 in Deutschland verankert. Die Erkenntnis, dass Inklusion allen nützt, sei auch deshalb besonders wichtig, weil sich gerade beim gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Förderbedarf – einer der großen Aufgaben der Inklusion in Deutschland – seit 2009 wenig getan habe, verdeutlicht die Bildungspolitikerin. Zwar besuche mehr als ein Viertel der Schüler mit Förderbedarf inzwischen eine reguläre Schule. Der Anteil der Kinder, die in Sonderschulen unterrichtet werden, gehe jedoch nicht zurück, und die Anzahl an Kindern mit Förderbedarf habe sich seit 2009 sogar erhöht.

Der Preis ist benannt nach dem Pädagogen Jakob Muth (1927-1993), einem Vorkämpfer und Wegbereiter des gemeinsamen Lernens. Jakob Muth war überzeugt: „Am stärksten wirken Beispiele“. Deshalb werden durch den Jakob Muth-Preis in diesem Jahr zum sechsten Mal Schulen prämiert, die anderen Schulen Mut machen können, sich der Herausforderung Inklusion zu stellen: damit alle Kinder besser lernen.

Bewerben können sich Schulen und Verbünde aller Schulformen – von der Grundschule bis zum Gymnasium. Die Voraussetzung: Alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Aspekten wie Förderbedarf, ethnischem oder sozioökonomischen Hintergrund, lernen gemeinsam und können so ihre Potenziale entfalten. Es werden drei gleichwertige Preise in Höhe von jeweils 3.000 Euro an drei Schulen vergeben. 5.000 Euro gibt es für einen Schulverbund. Die Preisträger erhalten außerdem eine individuell auf ihre Schule/ ihren Verbund zugeschnittene Fortbildung zum Index für Inklusion durch die Montag Stiftung für Jugend und Gesellschaft.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.