Info-Tour zur Gemeinschaftsschule für die Ortsvereine startet in Geiselhöring

Veröffentlicht am 03.07.2011 in Veranstaltungen

Gemeinschaftsschule - die bessere Antwort für Bayern
Schule einfach neu denken - Entscheidend sind die Eltern vor Ort

„Die Schülerzahlen sinken dramatisch, immer mehr Eltern schicken ihre Kinder auf Gymnasium und Realschule, die Mittelschule ändert daran nichts“, so die Einschätzung der Geiselhöringer SPD zur aktuellen Schullandschaft und will deshalb mit den Eltern und Gemeindevertretern einen eigenen Weg in die Zukunft gehen. Am 7. Juli starten MdL Reinhold Perlak und der stellvertretende Bezirksvorsitzende der NiederbayernSPD, Peter Stranninger – selbst Vater einer angehenden Erstklässlerin – die Informationsreihe zum Zukunftsmodell Gemeinschaftsschule in Geiselhöring. Zur Veranstaltung um 20 Uhr in der Pizzeria Gardasee sind Eltern, Elternbeiräte, Lehrer und interessierte Stadträte herzlich eingeladen.

„Wenn die Kinder weniger werden, muss man aufhören zu sortieren und die Kinder möglichst lange gemeinsam lernen lassen. Vor allem muss ihre Schule Angebote haben, die Eltern und Kinder auch wirklich nachfragen, wie den echten Realschulabschluss und die Übertrittsmöglichkeit zum Gymnasium“ so Reinhold Perlak zum Konzept der Landtags-SPD für eine zukunftsweisende Schulpolitik mit dem Konzept der Gemeinschaftsschule. „Die Gemeinschaftsschule soll als Ganztags-Schul-Angeboten Realschulen und Gymnasien nicht ersetzen, sondern eine Alternative zum bestehenden Schulsystem bieten. Eine regionale Gemeinschaftsschule ist als Alternative machbar – auch in Geiselhöring“, so Peter Stranninger, der sich intensiv mit dem neuen Schultyp befasst hat.

„Wenn wir uns für dieses Modell entscheiden, dann können in unserem hervorragend ausgestatteten Schulhaus Kinder und Jugendliche in den nächsten Jahren, ja Jahrzehnten weiter lernen und – neu für Geiselhöring – den echten Realschulabschluss am Ort , den Übertritt in die gymnasiale Oberstufe und schließlich das Abitur erreichen“, so SPD-Ortsvorsitzender Johannes Faden.

Nur mit Zustimmung der Elternschaft für dieses Schulmodell soll die ergänzende Schulart Gemeinschaftsschule in Geiselhöring kommen und um ihre Akzeptanz will die SPD im neuen Schuljahr werben. „Die Gemeinschaftsschule ist keine Einheitsschule, sondern eine Schule der Zukunft. Mit der Gemeinschaftsschule werden die bestehenden Schularten nicht abgeschafft, sondern das dreigliedrige bayerische Schulsystem um eine sinnvolle Alternative für Schüler und Eltern ergänzt“ so Reinhold Perlak, der für die Organisation der Schulforen in seinen Wahlkreisen verantwortlich zeichnet. „Wir wollen im Vorfeld das Konzept vorstellen und die Multiplikatoren informieren“, so seine Intention.

„ Die Eltern wollen die bestmögliche Schule für ihre Kinder, die Lehrer einen modernen und erfolgsorientierten Unterricht, die Bürgermeister Planungssicherheit und die Schule als Standortfaktor – denn eine Kommune ohne Schule hat schon verloren“ , gibt Peter Stranninger zu bedenken. "Ein neues Schulkonzept hat keinen Sinn, wenn es nicht offensichtliche Vorteile bringt. Die von uns gewollte Gemeinschaftsschule bringt den Kindern bessere wohnortnahe Bildung und hilft den Kommunen – vor allem auf dem flachen Land – ihre Schulstandorte zu erhalten. Die Schule am Ort ist ein wichtiger Standortfaktor – ist sie weg, dann hilft auch kein neues Baugebiet, keine Strukturprogramme".

Johannes Faden: "Die SPD setzt sich für gleiche Bildungschancen für alle ein. Das dreigliedrige Schulsystem in Bayern wird diesem Anspruch schon lange nicht mehr gerecht. Deshalb sind integrative Schulen wie die Gemeinschaftsschule notwendig, in denen die Schülerinnen und Schüler länger gemeinsam lernen können und in denen ihre individuellen Fähigkeiten optimal gefördert werden. Die individuelle Förderung und die sozialen Kompetenzen rücken in der Gemeinschaftsschule in den Vordergrund. Unsere Kinder haben ein Recht auf eine kindgerechte Schule, die ein Lernen ohne Brüche und ohne Druck, in einer Kultur des Miteinanders ermöglicht und nicht schon in der Grundschule die Ellenbogenmentalität fördert.“

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.