Hoffnung für die Freibäder?

Veröffentlicht am 22.02.2013 in Landespolitik

Schwimmunterricht an bayerischen Schulen kann nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden.

Seit mehr als zwei Jahren ist das Wasser im Mespelbrunner Schwimmbad abgelassen, weil die Einrichtung marode ist und schon lange für riesige Defizite sorgte. Eine millionenteure Sanierung des Bades im "Haus des Gastes" schien für die 2.200-Einwohner-Gemeinde mit ihrem Mini-Etat bisher aussichtslos. Was hat diese Nachricht mit der Oberpfalz zu tun? Auf den ersten Blick wenig – auf den zweiten Blick schon mehr. Gegenüber dem dortigen CSU-Abgeordneten hat nämlich Finanzminister Söder lt. Main-Echo von einem „Umdenken“ in seinem Ministerium berichtet, der zu einem „Durchbruch“ der Finanzierung führe.
"Verschiedene Gemeinden der Oberpfalz haben ebenfalls wie Mespelbrunn seit Jahren Probleme mit ihren Bädern", so MdL Reinhold Strobl.

Es gebe Finanzierungsschwierigkeiten – die dringend notwendigen Renovierungen würden deshalb immer wieder hinausgeschoben. Im Landkreis Amberg-Sulzbach sei das Naturbad in Schnaittenbach z.B. mit EU-Mitteln finanziert worden. Die Freibäder in Hirschau und Königstein erfreuen sich ebenfalls großer Beliebtheit. Die kommunalen Schwimmbäder würden auch für den Tourismus und die Naherholung eine große Rolle spielen, so Strobl. Die Gemeinden/Städte Freudenberg, Rieden, Kastl, Illschwang, Hirschbach-Eschenfelden, Sulzbach-Rosenberg, Vilseck und Auerbach würden sich – soweit Reparaturen anstehen - ebenso wie Kümmersbruck mit ihrem Hallenbad über Finanzhilfen sicherlich sehr freuen. Die Staatsregierung bzw. die Fraktionen von CSU und FDP hätten jedoch leider seit Jahren SPD- Anträge hinsichtlich einer besseren Förderung von Bädern durch den Freistaat immer wieder abgelehnt.

Strobl – im Haushaltsausschuss als Berichterstatter für Bildung, Jugend und Sport sowie für den Einzelplan Gesundheit und Umwelt zuständig – betont, dass die nach wie vor hohe Zahl von Bäderschließungen der zunehmenden Zahl von Nichtschwimmern, vor allem auch unter Jugendlichen, Vorschub leistet. „Schwimmfähigkeit ist im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig und wenn die bayerischen Kommunen seit Jahren nicht mehr in der Lage sind, die notwendigen Sanierungen und Betriebskosten zu bezahlen, kann auch der Schwimmunterricht an den bayerischen Schulen nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden. Doch gerade der Schwimmunterricht in jungen Jahren ist wichtig, um schlimme Badeunfälle zu verhindern.“ Aber auch für den Tourismus und die Naherholung für die eigene Bevölkerung würden Bäder eine große Rolle spielen.

Das Finanzministerium wolle in Mespelbrunn die Sanierung des „Haus des Gastes“ und damit auch das dortige Schwimmbad deutlich stärker fördern als bisher zugesagt, so wurde zumindest verkündet. Auch sei angekündigt worden, dass nun „die gesamten zuweisungsfähigen Sanierungskosten“ gefördert würden. Man kann nun gespannt darauf sein, ob es auch für die anderen Bädergemeinden solch erfreuliche Nachrichten geben wird oder nur für diese Gemeinde. Strobl: „Auf jeden Fall werde ich diesbezüglich in München einmal nachfragen. Den betroffenen Gemeinden empfehle ich, dies ebenfalls zu tun.“

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.