Hightech aus dem Isartal in die Welt

Veröffentlicht am 04.03.2010 in Kreistagsfraktion

Richard Hampl-Portenlänger und Dr. Paul Gaßner

SPD-Kreistagsfraktion besucht Medizintechnikbetrieb in Bruckberg

Bulgarien, Großbritannien und Spanien, aber auch USA, Indien und Australien kann man beim Rundgang durch den nagelneuen Betrieb der Firma MTG an den Fächern im Lager oder auf Kartons lesen.

Ein deutlicher Hinweis darauf, dass es sich hier um einen zwar kleinen aber sehr spezialisierten Global Player handelt. Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich bei einem Betriebsbesuch über dessen Geschäftsfelder informiert.

Seit nunmehr 13 Jahren gibt es die Firma MTG GmbH, die Richard Hampl-Portenlänger als Geschäftsführer leitet. Zunächst in Altdorf ansässig, wurde im letzten Jahr ein neues Betriebsgebäude in Edlkofen bezogen. Der Chef engagiert sich daneben in der Kommunalpolitik und bestimmt als Gemeinderat und 2. Bürgermeister die Geschicke seiner Heimatgemeinde Bruckberg mit. Bei der Führung durch die Räume erläuterte Hampl-Portenlänger, wie sehr auf klima-freundliches Wirtschaften geachtet wurde; einen Heizraum sucht man vergebens. Was die Sonne dem nach Süden ausgerichteten Bauwerk nicht liefert, wird per Fernwärme mittels Hackschnitzelheizung von einem benachbarten Unternehmen bezogen.

MTG bietet seinen Kunden in 60 Staaten der Erde Lösungen für die Laboraus-stattung im medizinischen Bereich an. Wie der Biologe Dr. Paul Gaßner den Gästen erläuterte, bewege sich die Palette vom kleinen Sicherheitsröhrchen, wie sie zum Einfrieren von Gewebeproben verwendet werden, bis zu kompletten Labors. Ein Schwerpunkt ist dabei die Optoelektronik mit einem Infrarot-Lasersystem und umfangreicher Bildverarbeitungssoftware. Wachsende Bedeutung erlange die Fernüberwachung von Laborparametern. Ein besonderes Schwergewicht in mehrfacher Hinsicht ist der vibrationsfreie Mikroskoptisch für knifflige Tätigkeiten, der rund 300 Kilogramm auf die Waage bringt.

Schnell entspann sich eine Debatte über die allgemeinen Rahmenbedingungen, welche die Wirtschaft von der Politik erwartet. Erstaunlicherweise bezeichnete Richard Hampl-Portenlänger die Steuerbelastung als akzeptabel. Gerade die mittelständische Wirtschaft könne sich keinen armen Staat leisten. Als Gegenleistung erwarte man eine gut ausgebaute Infrastruktur, z.B. ein gut funktionierendes DSL in allen Ortsteilen. Daneben sei wichtig, die Staatsstraße 2045 innerhalb des Gemeindegebiets von Bruckberg dringend neu zu bauen. Ein großer Vorteil für die Betriebe in Bruckberg seien dagegen die Autobahnanschlüsse in der Entfernung von wenigen Kilometern. Außerdem müsse sich der Staat um optimale Bildung kümmern.

Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Franz Göbl kritisierte in diesem Zusammenhang den früheren CSU-Wirtschaftsminister Erwin Huber. Der habe die Versorgung mit DSL dem Markt überlassen. Als Ergebnis dieser staatlichen Untätigkeit habe man auch im Landkreis Landshut noch viele unterversorgte Gebiete. Hier sei die Ansiedlung von neuen Betrieben nicht nur äußerst schwierig, es habe sogar schon Wegzüge in besser versorgte Gemeinden gegeben. Diese Benachteiligung des ländlichen Raumes müsse dringend beendet werden, schloss der Bucher Bürgermeister seine Ausführungen.

Bildunterschrift:

An einer Wand voll Zertifikate der Firma MTG weisen Richard Hampl-Portenlänger und Dr. Paul Gaßner auf die weltweiten Verbindungen hin.

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.