Gründung des SPD- Ortsvereins vor 50 Jahren am 16. Oktober 1964

Veröffentlicht am 14.11.2014 in Veranstaltungen

Zur Geschichte des SPD- Ortsvereins Schierling

Die Gründungsmitglieder 1964 waren: Ludwig Häring, Adolf Geiger, Heinrich Hausler, Johann Heimberger, Wilhelm Langanke, Alfred Müller, Johann Parzefall, Ludwig Stadler, Otto Zaby und Josef Zormeier. Gäste waren der SPD- Kreisvorsitzende Hubert Wessely sen. und Kreisrat Josef Hofmeister, beide Geiselhöring, MdL Waldemar Kluge, Straubing sowie SPD- Bezirksgeschäftsführer Robert Stiglmayr, Plattling.

Erster Ortsvorsitzender Markt- und Kreisrat Ludwig Häring; 1973 – 1979 Marktrat Hans Straßer, später Ehrenbürger der Marktgemeinde. 1979 – 1991 Markt- und Kreisrat Erich Koch;  1991 – 2008 Martin Auer; 2008 Helmut Heimberger; 2009- 2011 Armin Buchner. Seit 2011 führt Madlen Melzer die Schierlinger SPD.

Heute sind es 43 Mitglieder, davon 12 Frauen.

 

Eigentlich war es schon der dritte Anlauf zur Verankerung der SPD in Schierling: Nach neusten Informationen gab es schon 1928 einen SPD- Ortsverein, der 1933 von den Nazis verboten wurde.

Das Gründungsmitglied Josef Haslbeck war dann 1946 wieder dabei, als die SPD in Schierling wieder Fuß fasste. Zwei Jahre lang 1947- 1949 war er stellvertretender Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Mallersdorf. In den Kassenberichten des Bezirks Niederbayern/Oberpfalz wird der Ortsverein Schierling ab 1946 mit  7 – 10  Mitgliedern geführt, aber 1953 mangels Masse dann gelöscht. 1964 war dann der 3. Anlauf und der hielt bis heute.

Der Ortsverein setzte auch zahlreiche kulturelle Akzente mit Bayerischen Abenden und mit Künstlerinnen und Künstlern, zum Teil am Beginn ihrer Karriere: z.B. Sigi Zimmerschied, Wellküren, Bayerisch- Diatonische Jodelwahnsinn, Dieter Hildebrandt, Werner Meier, Konstantin Wecker.

In den 90er Jahren folgten dann zahlreiche Informationsfahrten unter Leitung von Hans Straßer in alle neuen Bundesländer, Schlesien, Ungarn und Umbrien, zuletzt nach Halle (Himmelsscheibe) und zu den Parteifreunden nach Oberösterreich.

Ab 2010 lag ein Schwerpunkt auf mehreren, zusammen mit dem Arbeitskreis Labertal organisierten Ausstellungen: Dietrich Bonhoeffer, u.a. mit Bischof Gerhard Ludwig Müller, Seliger- Gemeinde, Jubiläumsausstellung 150 Jahre SPD und die „Weiße- Rose- Ausstellung“.

In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Labertal  ist der Kampf gegen den Rechtsextremismus und die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein besonderes Anliegen. In mehreren Themennachmittagen und –abenden wurde und wird diese örtliche und regionale Zeitgeschichte behandelt und den Bürgern nahegebracht. Fahrten nach Flossenbürg, Mauthausen und Hartheim b. Linz zusammen mit dem AK Labertal zählen ebenfalls dazu.

Die politische Arbeit des Ortsvereins beschränkte sich aber nicht nur auf die örtliche und regionale Politik. Dazu gehörten auch die politischen Veranstaltungen mit fast allen SPD- Landesvorsitzenden (Volkmar Gabert, Hans- Jochen Vogel,  Helmut Rothemund, Rudi Schöfberger, Ludwig Stiegler und Florian Pronold, mit zahlreichen Bundesministern und Staatssekretären der Regierungen Helmut Schmidt (Walter Arendt, Hans- Jochen Vogel, Hans Apel, Dieter Haack, Peter Glotz, Dr. Albert Schmid) und Schröder (Walter Kolbow, Karin Roth)

Besondere Höhepunkte: Besuch von Willy Brandt im Oktober 1978 im Aumeier- Saal, Februar 1976 MP Gerhard Schröder, November 2001 Besuch im Kanzleramt bei Gerhard Schröder und im Dezember 2011 die Verleihung des 3. Wilhelm- Dröscher- Preises durch Sigmar Gabriel beim Bundesparteitag in Berlin.

Wir wollen ein Ortsverein der guten Nachbarn sein. Dazu gehört die Teilnahme an Veranstaltungen benachbarter Ortsvereine im AK Labertal und im SPD- Kreisverband und die regelmäßige Teilnahme an den Großveranstaltungen der Partei in Vilshofen, beim Gillamoos, auf der Regensburger Dult, in Aufhausen und bei den Maifeiern in Steinsberg. Vertreten und aktiv ist der Ortsverein seit 1964 in den Kreisverbänden Mallersdorf  und Regensburg- Land sowie seit 1975 im Unterbezirk Regensburg bis heute.

 

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.