Große Mängel im Arbeitsprogramm der EU-Kommission

Veröffentlicht am 18.12.2014 in Presse

Die Europa-SPD bemängelt steuer-, umwelt- und sozialpolitische Punkte im Arbeitsprogramm der EU-Kommission für das Jahr 2015, das Präsident Jean-Claude Juncker am Dienstag im Europäischen Parlament in Straßburg präsentiert hat.

"Jedes Jahr werden Milliarden Euro an Steuern hinterzogen und die EU-Kommission ist nach wie vor nicht bereit die Steuersünder zu stoppen", so der Amberger SPD-Europaabgeordnete Ismail Ertug.

"Das angekündigte Aktionsprogramm zur Steuerflucht hört sich zwar verheißungsvoll an, es ist aber völlig unklar, was die EU-Kommission tatsächlich plant", so Ertug weiter.

"Unsere Vorschläge gegen Steuervermeidung haben wir vor Wochen in unserem Sieben-Punkte-Plan aufgelistet. Ehrliche Steuerzahler würden von Milliarden profitieren, die ihnen zustehen, wenn die EU etwa alle Konzerne verpflichtet, Gewinne und Steuerzahlungen Land für Land offenzulegen. Für Banken hat das Europaparlament diese Regel ab 2015 durchgesetzt - warum nicht auch für alle Firmen? Weiterhin sollte die EU-Kommission Steueroasen definieren und wirksame Maßnahmen zu deren Trockenlegung ergreifen. Mit solchen Staaten sollte nicht mehr kooperiert werden", erklärt Ertugs Kollege Udo Bullmann, Vorsitzender der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament.

„Was die Sozialrechte betrifft, da wird das Kommissionsprogramm auch nicht wirklich deutlich. Damit wir Sozialdumping entschieden entgegenwirken können, fordern wir eine komplette Revision der Entsenderichtlinie. Das Programm sieht lediglich eine sogenannte zielgerichtete Überprüfung vor – ohne konkrete Zeitangaben oder einer Erklärung, was genau darunter zu verstehen sei“, erläutert Ismail Ertug.

In  Sachen Umweltpolitik warnt der Sozialdemokrat davor wichtige Umweltschutzprogramme zu streichen: "Es ist für uns schlichtweg nicht akzeptabel, wenn die EU-Kommission das Abfallpaket ohne ehrgeizigen Ersatz opfert. Eine europäische Kreislaufwirtschaft hätte 300.000 neue Arbeitsplätze und 70 Milliarden Euro Investitionen in umweltfreundliche Projekte bedeutet."

"Die EU-Kommission muss nachbessern", resümieren Ertug und  Bullmann. "Juncker sollte sein Programm nicht ohne Billigung des Europaparlaments versuchen durchzupauken - sonst wird 2015 ein hartes Jahr für Europa. Wir werden der Kommission genau auf die Finger schauen, ob sie - wie versprochen - ein ambitionierteres Programm vorlegt."

 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.