Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – MdB Uli Grötsch diskutiert mit DGB-Vertretern Neuregelung von Leiharbeit und Werkvert

Veröffentlicht am 08.12.2015 in Presse

Uli Grötsch mit den beiden Vertretern des DGB, Hofmann und Fiedler.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit und eine Höchstverleihdauer von 18 Monaten: das sind die Eckpunkte des Gesetzentwurfs von Arbeitsministerin Andrea Nahles, den der SPD-Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch mit Organisationssekretär Peter Hofmann und Helmut Fiedler vom Deutschen Gewerkschaftsbund besprechen wollte. Mit dem Treffen setzten Grötsch und die Gewerkschafter eine Reihe von Gesprächen fort, die der Abstimmung in Themen der Arbeitsmarktpolitik dienen sollen.

Mit dem Gesetz zur Neuregelung der Werkverträge und der Leiharbeit will die SPD dem Missbrauch von Werkvertragsarbeitnehmern und Leiharbeitern einen Riegel vorschieben, so Grötsch. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Verleihfristen für Leiharbeiter oftmals deutlich unter 18 Monaten liegen“, so Grötsch. Deshalb ermögliche es der Gesetzentwurf auch, dass zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern Tarifverträge geschlossen werden können, in denen erheblich kürzere Fristen vereinbart werden können. „Meiner Meinung nach wäre es schlichtweg gerecht, wenn ‚Gleicher Lohn für gleiche Arbeit‘ schon ab dem ersten Tag der Beschäftigung gelten würde“, so der Bundestagsabgeordnete. Auch sollen Leiharbeiter künftig per Gesetz nicht mehr als Streikbrecher eingesetzt werden dürfen, wie es in der Vergangenheit praktiziert worden sei. Kernstück der Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung sei es aber, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber jeweils weitergehende Regelungen per Tarifvertrag regeln könnten, so Grötsch. Mit diesem Gesetz setze die Bundesregierung diese Politik konsequent fort.

Die Gewerkschafter signalisierten Unterstützung für den Gesetzentwurf und ergänzten, dass Leiharbeit und Werkverträge auch in der nördlichen Oberpfalz ein Problem seien: „Auch bei uns in der Region hat sich die Zahl der Werkverträge und Leiharbeiter erheblich nach oben entwickelt. Der Gesetzentwurf ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung“, so DGB-Sekretär Hofmann. Dies sei aber nur einer der wesentlichen Aspekte in der Arbeitsmarktpolitik der Region, so Hofmann: „Eines unserer größten Probleme sind die viel zu geringen Löhne und die daraus resultierenden Armutsrenten“, so Hofmann. Als Rentenberater für den DGB wisse er um die Situation vieler Rentnerinnen und Rentner in der Region und forderte den Bundestagsabgeordneten auf, bei dem Thema nicht locker zu lassen. „Ich werde das Thema in den nächsten Monaten und Jahren verstärkt auf meiner politischen Agenda haben. Es ist einfach ungerecht, wenn man sein ganzes Leben lang arbeitet und am Ende davon nicht in Würde leben kann“, so Grötsch.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.