Gewalt kommt nicht in die Tüte!

Veröffentlicht am 30.11.2009 in Landespolitik

Seit dem 25. November 1981 wird weltweit durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder aufgerufen. Erstmals haben sich die weiblichen Landtagsabgeordneten gemeinsam mit "terres des femmes" am "Tag gegen Gewalt an Frauen" entschieden.

Frischgebackene Brezen waren in den Beuteln mit der Aufschrift "Gewalt kommt nicht in die Tüte" und die Landtagsabgeordneten verteilten sie im Landtag an die Besuchergruppen, Beschäftigten und in den Ausschüssen.
Auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm war bei der Aktion mit dabei.

Gewalt gegen Frauen und Kinder sei vielschichtig - alle Altersgruppen,
Religionsgruppen und sozialen Schichten seien davon betroffen, betont die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Johanna Werner-Muggendorfer. Und auch die Gewalt sei in verschiedenen Formen vorhanden - von der körperlichen Gewalt bis hin zur sexuellen, emotionalen oder ökonomischen Gewalt.

In Deutschland gibt es zum Glück Frauenhäuser, die betroffenen Kindern und Frauen Schutz und Geborgenheit bieten und Wege aufzeigen, wie die Spirale der häuslichen Gewalt durchbrochen werden kann.

Der Schutz von Frauen vor Gewalt ist eine wichtige Säule auch für das Wohl der Kinder. Eine von Gewalt geprägte Beziehung der Eltern stellt für die kindliche Entwicklung einen erheblichen Risikofaktor dar. Ausserdem sorgen Kindheitserlebnisse mit Gewalt für ein erhöhtes Risiko, dass Kinder in späteren Beziehungen ebenfalls Gewalt erleben oder ausüben. Deshalb müsse langfristig auch Gewaltprävention an Schulen gefördert werden, so Muggendofer.

In anderen Ländern werden noch heute Frauen vergewaltigt, geschlagen, versklavt oder getötet. Ziel müsse es sein, weltweit Frauen den Zugang zur Bildung zu ermöglichen, damit sie langfristig ein selbstbestimmtes Leben führen können, betont Muggendorfer.

Foto: (von links) die SPD-Landtagsabgeordneten Anette Karl, Maria Noichl und Johanna Werner-Muggendorfer

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.