Gesichter der Sozialpolitik

Veröffentlicht am 22.10.2009 in Soziales

Die drei Kreisvorsitzenden Gerhard Babl, Kerstin Schanzer und Ruth Müller mit Dr. Thomas Beyer

MdL Dr. Thomas Beyer zu Gast beim SPD-Kirta

Das vierte Mal in Folge hatte der Kreisverband der SPD zum politischen Kirchweihsonntag in das Foyer der Eskara geladen. Rund 80 Gäste folgten der Einladung und konnten sich in gemütlicher Atmosphäre vom Mitglied des Landtags Dr. Thomas Beyer überzeugen.
Die beiden Kreisvorsitzende Ruth Müller und Kerstin Schanzer erinnerten an 90 Jahre Frauenwahlrecht und die Gründung der AWO im Dezember vor 90 Jahren. Sie bat hinsichtlich des Frauchenwahlrecht-Jubiläums um eine Spende für das Frauenhaus Landshut.
Dr. Beyer führte sich seinen Zuhörern als Vertreter „vieler Minderheiten“ ein. Er sei Sozialdemokrat, Protestant und Franke, was im Landshuter Kreisverband amüsiert zur Kenntnis genommen wurde. Er befürchte, wandet er sich wieder der ernsten Politik zu, dass das neue Bündnis „Schwarz-Gelb“ ihr Wort „Sozial ist, was Arbeit schafft“ ohne Rücksicht auf Konsequenzen durchsetze. Die Aussetzung weiterer Mindestlohnabschlüsse sei bereits ein erster Vorbote für ein frostigeres Klima innerhalb der Gesellschaft, so Dr. Beyer. Einen weiteren Schwerpunkt legte MdL Dr. Beyer auf die bayerische Bildungspolitik. Wie der Bildungsbericht der Staatsregierung zeige, hätten die geographische Herkunft, das Bildungsniveau der Eltern, der finanzielle Status der Familie und ein eventueller Migrationshintergrund bedeutende Einflüsse auf die Schulbildung der Kinder. Der Kreislauf Bildungsferne und Armut müsse unterbrochen werden. Die Hauptschulpolitik nannte er ein „Desaster seit Jahren“. Mit der neuen „Mittelschule“, dem „Begräbnismodell der kleinen ortsnahen Hauptschulen auf dem Lande“ hätten die Bürgermeister nun die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Schlussendlich ging Dr. Beyer auf die AWO und ihre Gründerin, Marie Juchatz ein. Diese hätte die AWO von Beginn an auf zwei Säulen gestellt, neben der Solidarität mit den Bedürftigen die Mitwirkung bei der politischen Gesetzgebung.
Dr. Beyer sieht für die SPD viele Aufgaben. Er sei aber frohen Mutes, dass in diesem Land die soziale Gesellschaft und der soziale Staat am Leben erhalten werden könne. „Werden wir nicht mutlos, nach dem frostigen Herbst und Winter kommt der Frühling“, rief er seinen Genossinnen und Genossen zu, die dies mit reichlich Beifall quittierten.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.