Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung

Veröffentlicht am 30.03.2011 in Soziales

MdL Margit Wild begrüßt Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Ab dem kommenden Schuljahr wird in Bayern eine Kernforderung der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt: Behinderte Kinder dürfen dann auf allgemeinbildende Schulen gehen. Die Grundlage dafür ist ein Gesetzentwurf den Vertreter aller Fraktionen des Bayerischen Landtags in einer Arbeitsgruppe gemeinsam erarbeitet haben. „Es ist ein wichtiger Schritt hin zum gemeinsamen Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung“, so MdL Margit Wild, die die SPD-Fraktion in der interfraktionellen Arbeitsgruppe vertrat.

Außerdem sei die Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg ein Vorbild für modernen Parlamentarismus. „Wir sind teilweise bis zu zehn Stunden am Tag zusammengesessen und haben ohne parteipolitische Vorbehalte intensiv um die Sache gerungen“, so Wild weiter. Das Ergebnis könne sich sehen lassen.

Das Gesetz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im bayerischen Schulwesen (Inklusion) steht auf zwei Säulen: Zum einen können alle bisherigen Formen von Förderung und Unterrichtung von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf bestehen bleiben. „Damit wird gewährleistet, dass bewährte und erfahrene Einrichtungen nicht ersatzlos wegfallen“, so Wild.

Zum anderen wird der inklusive Unterricht – d. h. das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung – Aufgabe aller Schulen und ein Ziel der allgemeinen Schulentwicklung. „Die Festschreibung der Inklusion als Aufgabe der bayerischen Schulen ist ein erster Schritt hin zu einem inklusiven Schulsystem“, so Wild. Dieses werde behutsam nach und nach entwickelt. „Hauruck-Aktionen und von oben herab verordnete Reformen sind bei diesem sensiblen Thema fehl am Platz“, meint die Bildungspolitikerin.

Zur Verwirklichung der inklusiven Schule werden Lehrer für Sonderpädagogik sowie Heilpädagogen fest an Regelschulen angestellt. In den nächsten beiden Schuljahren werden zur Verwirklichung der Inklusion in Bayern 200 neue Lehrerstellen geschaffen. Mit zehn Millionen Euro im Doppelhaushalt 2011/2012 ist auch die Finanzierung sichergestellt.

„Ich freue mich sehr, dass durch die konstruktive Zusammenarbeit unter Landtagskollegen die rechtliche Grundlage für mehr Gerechtigkeit an Bayerns Schulen geschaffen werden konnte“, so die Regensburger SPD-Abgeordnete. Die Arbeit der interfraktionellen Arbeitsgruppe zeige, dass entgegen aller Unkenrufe Politikerinnen und Politiker ohne ideologische Denkblockaden bei Sachthemen zusammenarbeiten können – zum Wohle der Menschen in Bayern.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.