Von Atom bis Lohn - SPD-Kreisvorstand diskutierte
Von Atom bis Lohn - SPD-Kreisvorstand diskutierte
Bei der letzten Sitzung des SPD-Kreisvorstands in Ergolding standen zwei Themenbereiche im Mittelpunkt der Versammlung: Der Atomausstieg und die damit einhergehende Energiewende und die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns.
Die Vorbereitungen für die große Anti-Atom-Demo am 28. Mai in Landshut sind in vollem Gange, berichtete die Kreisvorsitzende Ruth Müller, die auch im Organisationskreis des BüfA (Bündnis für Atomausstieg) dabei ist. Der unter SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder geschlossene Atom-Konsens wurde von der Bundesregierung im Herbst aufgekündigt. Mittlerweile haben aber CDU und CSU erkannt, dass sie einen gewaltigen Fehler begangen haben, der gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gerichtet ist. Rot-Grün hatte bereits vor zehn Jahren das Ausstiegsdatum festgelegt und so den Menschen und dem Land eine Perspektive für eine Zukunft ohne Atomkraft gegeben.
Der SPD Kreisverband Landshut wird sich an der Landshuter Demonstration beteiligen und will damit ein deutliches Zeichen setzen, damit der Atomausstieg noch in diesem Jahrzehnt verwirklicht wird. Die Wiederaufnahme der Energiewende ist eine erneute Chance für einen energiepolitischen Konsens, der von allen Teilen der Gesellschaft getragen wird. Denn: „Die Energiewende muss mit und für die Menschen stattfinden“, betonte der stellvertretende Kreisvorsitzende Josef Kollmannsberger. Mit einer Energiewende kann Gute Arbeit, Ausbildung und Einkommen für hunderttausende Menschen geschaffen werden. Der Bezirksvorsitzende der niederbayerischen SPD, Bürgermeister Michael Adam aus Bodenmais wird für die SPD auf der Demo sprechen.
Den Sozialdemokraten ist aber auch wichtig, dass gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der stillzulegenden Atomkraftwerke keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. „Den Familien der Beschäftigten in unserer Region muss eine Perspektive geboten werden. Hier müssten Weiterbildungs-, Konversions- und Beschäftigungsprojekte angeboten werden“, forderte die stellvertretende Kreisvorsitzende Kerstin Schanzer.
Zum „Mindestlohn“ will die Landkreis-SPD nach der Veranstaltung mit der Generalsekretärin Natascha Kohnen noch weitere Aktionen durchführen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften werde man dafür kämpfen, dass „Lohndumping“ nicht möglich sei, weil ein gesetzlicher Mindestlohn fehlt. Dadurch würde die Armutsquote unter den Erwerbstätigen steigen.
Die Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa sei seit 1. Mai gegeben. Mobilität muss aber unter fairen Bedingungen gestaltet werden, damit für entsandte Beschäftigte sowie Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter gilt: gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Ein gerechter Lohn für gute Arbeit, die Stärkung der Normalarbeitsverhältnisse und die gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit; das alles seien Mindestansprüche an eine solidarische und gerechte Gesellschaftsordnung, in der der Wert der Arbeit geschätzt und die Würde der arbeitenden Menschen geachtet wird, waren sich die Sozialdemokraten einig.
Homepage SPD Landkreis Landshut
Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.
- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.
Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.
Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.
Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.
Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!
Vortrag 1: Langquaid Vortrag 2: Geiselhöring Vortrag 3: Rottenburg Vortrag 4: Straubing Vortrag 5: Aufhausen --------------------------------- Dröscher- Preis 2011 - "SPD erneuert sich" AK- Labertal erringt Platz 3 beim Bundesparteitag in Berlin Unterstützervideo I Unterstützervideo II Unterstützervideo III Unterstützervideo IV >Unser Wettbewerbsbeitrag: Wider das Vergessen - Zivilcourage heute Bilderimpressionen vom Stand der Labertaler SPD
Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.