MdEP Ismail Ertug: Korridor Magdeburg - Halle - Hof bis Regensburg nicht gefährden
Die Nachricht, die Elektrifizierung der Bahnlinie Hof-Regensburg voranzutreiben, hat
der bayerische Europaabgeordnete Ismail Ertug mit Freude vernommen. "Dies ist ein sehr effizientes und wichtiges Projekt für unsere Region und wir müssen dafür Sorge tragen, dass es sobald wie möglich in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird" betonte der oberpfälzische Verkehrsexperte Ertug. Derzeit wird im Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel die Verordnung für die Einrichtung von Güterverkehrskorridoren diskutiert. Die Umsetzung dieser Verordnung würde auch direkten Einfluss auf solche Projekte, wie eben die Elektrifizierung der Bahnlinie Hof-Regensburg in Bayern haben.
Die Europäische Kommission schlägt nämlich vor, dass Korridore für den Schienengüterverkehr genau festgelegt werden sollen.
"Eine solche starre Festlegung würde den Eisenbahnverkehrsunternehmen und
Infrastrukturbetreibern die Flexibilität nehmen. In einem solchen Fall wäre der bereits
bestehende Ausweichkorridor über Magdeburg - Halle - Hof bis nach Regensburg
gefährdet" so der sozialdemokratische Europapolitiker Ertug.
Abschließend fügte der Verkehrsexperte hinzu: "Um den Ausweichkorridor nicht weiter zu gefährden, mache ich mich persönlich dafür stark, dass die Festlegung der konkreten Streckenführung in den Zuständigkeitsbereich der nationalen Infrastrukturbetreiber fallen wird." Die Verordnung zu den Güterverkehrskorridoren wird voraussichtlich im Juni dieses
Jahres im Plenum in Straßburg abgestimmt.