Gebt Freiheit !

Veröffentlicht am 26.01.2010 in Veranstaltungen

Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin

Prof. Julian Nida-Rümelin: Studierende zu Partnern in der Forschung machen

An deutlichen Worten fehlte es nicht bei der Klausurtagung des SPD-Bezirksvorstands in Wolfringmühle. Erst kritisierte das Mitglied des SPD-Bundesvorstands und frühere Kulturminister Prof. Julian Nida-Rümelin den Niedergang der Hochschulqualität in Deutschland und forderte ein Zurück zu den Grundanliegen des Bologna-Reformprozesses. „Die Trennung von bildungswissenschaftlicher und ökonomischer Bildung war der Geburtsfehler des Bologna-Prozesses“.



Im Spiegel der Presse:

Neuer Tag Weiden:

Professor Julian Nida-Rümelin, Mitglied des SPD-Parteivorstands, diskutierte in Wolfringmühle eine Stunde lang mit Studenten. Danach sagte der Lehrstuhlinhaber für Philosophie in München: "Die Lage an unseren Universitäten ist die Folge politischer Fehlentscheidungen über zwei Jahrzehnte hinweg." Andere Länder würden weitaus mehr in den Bildungssektor investieren, es drohe der Anschlussverlust. Nida-Rümelin beklagte, dass selbstgesetzte Ziele des sogenannten "Bologna-Prozesses" nicht erreicht worden seien. Zum Beispiel auch nicht die internationale Konkurrenzfähigkeit von Abschlüssen.

Studenten nicht verheizen

Der Ex-Kulturminister im Kabinett Schröder forderte eine Sozialverträglichkeit des Studiums. Immer weniger Studenten hätten die Möglichkeit, sich bei den gestellten Anforderungen etwas hinzuzuverdienen. "Eine Sache für den Europäischen Gerichtshof", plädierte Nida-Rümelin und fuhr fort: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht ein oder sogar zwei Studenten-Generationen verheizen." Aus dem Kreis der zur Konferenz geladenen Studierenden wurde in diesem Zusammenhang moniert: "Fast 80 Prozent der Stipendien werden an Leute gegeben, die aus gutsituierten Familien stammen."
"Die einen brauchen das Geld, andere haben es in unglaublichen Mengen buchstäblich zum Fenster hinausgeworfen."




v.l.: MdEP Ismail Ertug, MdL Franz Schindler, MdL Inge Aures, MdL Margit Wild, MdL Reinhold Strobl, MdB Werner Schieder

Im Anschluß referierte MdL Inge Aures, Mitglied des Untersuchungsausschusses zur Aufklärung der Landesbankaffäre über die skandalösen Vorgänge rund um den Kauf der dubiosen Alpe-Adria-Gesellschaft. Die frühere Kulmbacher Oberbürgermeisterin forderte die Bestrafung der Verantwortlichen.



Im Spiegel der Presse:

Neuer Tag Weiden:
...
Vor dem Bezirksvorstand beschrieb Inge Aures, dass bis 2008 rund zehn Milliarden Euro aus Staatsgeldern in die LB gepumpt wurden, es nun durch den Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) einen erneuten Verlust von 3,75 Milliarden gebe. "Die Leute, die das angestellt haben, müssen hinter Gitter", entrüstete sich Inge Aures und zeigte sich überzeugt: "Wir werden sie erwischen." Die Abgeordnete legte Wert auf die Feststellung, dass es zum Kauf der HGAA keinen Beschluss durch den Landtag oder einen von dessen Ausschüssen gab. Das sei allein durch die Landesbank und deren Verwaltungsrat geschehen. Jetzt müssten die Sachverhalte lückenlos aufgeklärt werden. Denn der Deal mit Alpe Adria sei mit mancherlei seltsamen Gerüchen behaftet. Für bemerkenswert hielt es Inge Aures, dass nun Mitglieder des LBVerwaltungsrates so täten, als hätten sie nichts gewusst.

Im Vorbeigehen mitgeteilt
Auch MdL Franz Schindler stellte klar: "Es gab keinen Beschluss im Landtag. Der Kauf von Alpe Adria wurde uns quasi im Vorbeigehen kurz mitgeteilt." Noch eines war ihm wichtig: "Nicht die Politik hat versagt. Es waren einige Politiker."


 

Homepage SPD Bezirk Oberpfalz

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.