Ganztagsklassen auch im ländlichen Raum anbieten

Veröffentlicht am 14.12.2012 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreisräte informierten sich in Furth - hier mit stv. Schulleiter Christoph Müller (2. v. r.)

SPD-Fraktion informierte sich über den Neubau zur Anpassung an die Anforderungen des achtjährigen Gymnasiums und der Ganztagsschule am Maristen-Gymnasium Furth

„Das achtjährige Gymnasium und Ganztagsklassen gibt es nicht zum Nulltarif“, so die Fraktionsvorsitzende der Landkreis-SPD, Ruth Müller nach dem Rundgang durch das Maristen-Gymnasium Furth. Der Stellvertretende Schulleiter Christoph Müller hatte sich Zeit genommen, um die Kreistagsfraktion über den geplanten Neubau zu informieren. „In den letzten Jahren hatten wir erfreulicherweise immer einen großen Zuspruch bei den Anmeldezahlen“, so Christoph Müller. Dazu beigetragen habe mit Sicherheit auch das Angebot, neben der offenen Ganztagsschule eine gebundene Ganztagsklasse einzurichten, die nun schon sehr erfolgreich im zweiten Jahr läuft. Die Kreisräte konnten auch einen Blick in das Klassenzimmer der fünften Jahrgangsstufe werfen, die in einem rhythmisierten Stundentakt ganztags Unterricht hat. Hierbei wechseln sich klassische Unterrichtsstunden ab mit Projekt-, Arbeits- und Studierzeiten. „Ein solcher Unterricht erfordert auch ein anderes Raumkonzept mit genügend Platz für Gruppenarbeit, individualisierte Arbeitsformen, aber auch zum Ausruhen und zum Aufbewahren von geeigneten Unterrichtsmaterialien“, begründete die Klassenleiterin Frau Frank die Gestaltung des Klassenzimmers.

Mit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums sei verstärkt der Nachmittagsunterricht hinzugekommen und so müsse das Maristen-Gymnasium auf die Anforderungen des achtjährigen Gymnasiums und der Ganztagsschule antworten, so Christoph Müller. Dafür wird am Maristen-Gymnasium ein Neubau mit Mensa errichtet. Dieser umfasse sechs neue Klassenzimmer, Fachräume für Physik und Musik sowie Differenzierungs- und Aufenthaltsräume für die Ganztagsschule, so Stellvertretender Schulleiter Müller. Insgesamt ergebe sich ein zusätzlicher Raumbedarf von rund 1.800 Quadratmetern, der von der Regierung von Niederbayern bereits genehmigt ist.

„Gerade für die Schülerinnen und Schüler im nördlichen Landkreis Landshut bietet das Maristen-Gymnasium Furth von der Entfernung her eine attraktive Alternative zu den Gymnasien in der Stadt Landshut“, so der langjährige Pfeffenhausener Bürgermeister Arno Wolf. Von der familiären Atmosphäre angetan zeigten sich auch die Kreisräte Hans Sarcher, Gerhard Babl und Peter Barteit aus dem Landkreis-Süden, die das Further Gymnasium erstmals besuchten. „Neben dem Erwerb von Kompetenzen auf gymnasialem Niveau und der Vermittlung christlicher Grundwerte ist das Schulklima für viele Eltern und Schüler ein Grund, unsere Schule auszuwählen“, so stellvertretender Schulleiter Müller. Er wies auch darauf hin, dass die Schule erst kürzlich mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet wurde. Darüber freue man sich, so Müller. Dieser Titel sei aber gleichzeitig ein Auftrag an das Maristen-Gymnasium, konkrete Projekte ins Leben zu rufen. Mit dem Projektpaten, FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark, würden Schülerinnen und Schüler bereits erste Ideen entwickeln.

Neufahrns Bürgermeister Bernd Zauner, selbst Lehrer, erkundigte sich im Laufe des Gesprächs auch nach der praktischen Umsetzung des so genannten Intensivierungsjahrs. Für das Maristen-Gymnasium gelte, so Christoph Müller, auch in diesem Zusammenhang: „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Eltern, Schülern und Lehrkräften Lösungen zu finden, um unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern und eventuellen Problemen frühzeitig zu entgegnen“. Über die konkrete Umsetzung werde man sich rechtzeitig im Kollegium und in den zuständigen Gremien beraten.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.