Für saubere Luft in Europa!

Veröffentlicht am 24.11.2016 in Presse

Laut EU-Kommission werden jährlich über 400.000 vorzeitige Todesfälle in Europa durch Luftverschmutzung verursacht. "Die neuen nationalen Schadstoffgrenzen sind ein Appell an die Mitgliedstaaten, die Luftqualität in Zukunft deutlich zu verbessern", so Ismail Ertug, SPD-Europaabgeordneter und stellvertretendes Mitglied im Umweltausschuss.

Auto- und Industrieabgase, aber auch Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft können zu starker Luftverschmutzung führen, die Atemwegserkrankungen und Todesfälle verursacht. Die neuen Obergrenzen für Schadstoffe werden Gesundheitsrisiken, aber auch der Gesundheitskosten deutlich minimieren.

"Wir wollen, dass sich die Luftqualität für die Bürger_innen Europas verbessert. Dadurch steigert sich auch die Lebensqualität - sowohl in Ballungsgebieten, als auch im ländlichen Raum", erläutert Ertug weiter.

Die Luft in Europa ist in den vergangenen Jahren zwar besser geworden, doch noch immer sind zu viele Menschen gesundheitsgefährdendem Feinstaub ausgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Umweltagentur in ihrem Jahresbericht zur Luftqualität, der am Mittwoch vorgestellt wurde. Im Jahr 2014 mussten demnach 85 Prozent der Stadtbevölkerung eine Feinstaubbelastung hinnehmen, die nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation schädlich ist.

Gegenüber dem Jahr 2005 sollen laut der reformierten EU-Richtlinie bis 2030 EU-weit 63 Prozent weniger Stickoxide ausgestoßen werden, die vor allem in Abgasen von Dieselfahrzeugen vorkommen. Die Feinstaubbelastung soll im selben Zeitraum halbiert werden.

„Man weiß heute, dass Krebs und Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen auch durch Feinstaub ausgelöst werden. Deshalb ist eine saubere Luft in Europa nicht nur für die Umwelt wichtig, sondern vor allem für die Gesundheit der Bürger_innen", erklärt Ismail Ertug.

Um die Mitgliedstaaten zum zügigen Handeln zu ermutigen, hatte das Europäische Parlament verbindliche Zwischenziele für 2025 und die Regelung von Methan gefordert. "Das Problem war, dass sich einige EU-Mitgliedstaaten gegen die Zwischenziele gestellt haben und die Erweiterung der Richtlinie auf Methan im Rat blockiert haben", so Ertug. Das Gas Methan wird vor allem in der Landwirtschaft freigesetzt. Die EU-Kommission kündigte nun an, zusätzliche Maßnahmen zu prüfen, um den Methanausstoß zu verringern.

Rat und Europäisches Parlament hatten sich im Juni 2016 über die Richtlinie über nationale Höchstgrenzen von 2020 bis 2030 geeinigt - für die fünf Luftschadstoffe Ammoniak, Stickstoffoxid, Schwefeldioxid, Feinstaub und flüchtige organische Verbindungen außer Methan. Der Rat muss den Beschluss noch formal annehmen.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.