Europäisches Parlament gibt grünes Licht für automatisiertes Notrufsystem in Autos

Veröffentlicht am 30.04.2015 in Presse

Bei einem Auto-Unfall soll künftig das sogenannte eCall-System selbstständig die 112 wählen und Ort und Zeitpunkt an die Rettungskräfte senden. Das Europäische Parlament hat am Dienstag in Straßburg die Einführung von eCall für jedes neue Automodell ab März 2018 mit großer Mehrheit beschlossen.

"Ab März 2018 sind die Fahrzeughersteller verpflichtet alle neuen Fahrzeugmodelle mit einem eCall-System auszustatten. Wir erwarten, dass durch das eCall-System mehrere hundert Menschen jährlich gerettet werden können.", so Ismail Ertug, SPD-Europaabgeordneter und verkehrspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten.

„Einen Unfall werden dann Sensoren im Auto registrieren und die Notrufzentrale 112 informieren - so soll keine wertvolle lebensrettende Sekunde mehr verstreichen, sondern die Rettungskräfte schnell und unkompliziert zu den Unfallopfern gelangen. Nach Schätzungen der EU-Kommission kann die Zeit bis zum Eintreffen der Hilfe so um 50 bis 60 Prozent reduziert werden. Denn selbst wenn Unfallopfer in ihrem Fahrzeug nicht mehr ansprechbar sind, kann ihnen durch die Übermittlung einiger weniger Daten geholfen werden.", erläutert Evelyne Gebhardt, Sprecherin der Sozialdemokraten im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz zur Einführung des europaweiten eCall Systems.

Mit der heutigen Abstimmung im Plenum enden sechs Jahre der Debatten und Kontroversen. "Es ist ein großer Fortschritt und Gewinn für europäische Verbraucher und Verbraucherinnen, dass das kostenlose Notrufsystem eCall endlich verwirklicht wird", so Ismail Ertug. Auch in der Frage des Datenschutzes konnte sich das Parlament mit seiner Position durchsetzen.

Das Notrufsystem eCall ermöglicht es insbesondere nicht, Metadaten zu sammeln, die dann für die Erstellung von Bewegungsprofilen genutzt werden könnten. Mehrere Verhandlungsrunden zwischen Europäischem Parlament, Rat und Kommission haben zu diesem Ergebnis geführt, ohne das eigentliche Ziel des Sicherungs- und Notrufsystems eCall aus den Augen zu verlieren. "eCall ist ausdrücklich ein sogenanntes schlafendes Notrufsystem, - Positionsdaten werden nur im Falle eines Notfalls übermittelt und nur für die Dauer des Rettungseinsatzes gespeichert", unterstreichen Ismail Ertug und Evelyne Gebhardt abschließend.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.