EU-Parlamentsarbeit an drei verschiedenen Orten ist ineffizient

Veröffentlicht am 15.10.2013 in Europa

Ein Parlamentsstandort könnte EU hunderte Millionen Euro sparen

Nach dem Willen des Verfassungsausschusses soll das Europäische Parlament selber über Arbeitsort entscheiden können. In einem Bericht, der vom Ausschuss für konstitutionelle Angelegenheit (AFCO) am Montagabend verabschiedet wurde, wird die Festlegung auf einen einzigen Sitz für das Europäische Parlament gefordert.
"Anstatt die Parlamentsarbeit auf die drei Orte Brüssel, Straßburg und Luxemburg aufzuteilen, wäre ein einziger Sitz viel effizienter und zeitgemäßer“, sagt der oberpfälzer SPD-Europaparlamentarier Ismail Ertug: „Gerade in Zeiten in denen die EU einen schweren Stand in der Bevölkerung hat, sind Mehrkosten, Zeitverlust und Umweltbelastung durch die Reisen zwischen Brüssel und Straßburg Wind in den Segeln der Populisten und Euro-Skeptiker.“

„Als einzig direkt gewählte EU-Institution muss das Europäische Parlament selbst über seinen Sitz bestimmen dürfen und nicht jahrzehntelang auf Einstimmigkeit zwischen den Mitgliedstaaten im Rat hoffen müssen. Die deutsche Bevölkerung würde es ebenfalls als völlig absurd empfinden, würden die Länder im Bundesrat den Sitz des Bundestages festlegen können und diesen auf München, Berlin und Köln aufteilen", gibt Ismail Ertug zu bedenken. Sowohl die überwiegende Mehrheit der Abgeordneten als auch der Europäischen Bevölkerung hätten den Reisezirkus zwischen den Arbeitsorten den Parlaments schon seit geraumer Zeit satt.

Bis zu zehn Prozent des Parlamentsbudgets oder 204 Millionen Euro fallen jährlich für die Reise- und Instandhaltungskosten, die durch mehrere Arbeitsorte entstehen, an. Die Umweltbelastung von 19.000 Tonnen CO2 sei ebenfalls ein starkes Argument gegen die Aufteilung des Parlamentssitzes. "Auch den Regierungen der Mitgliedstaaten muss bewusst sein, dass diese Mittelvergeudung dem Ansehen und der Glaubwürdigkeit der EU schadet", so Ismail Ertug abschließend. In der nächsten EU-Vertragsreform müsse die Möglichkeit der Zusammenlegung auf einen Parlamentssitz geschaffen werden.

Das Plenum des Europäischen Parlaments wird vorrausichtlich im November über den Bericht abstimmen und ein deutliches Signal an die 28 Regierungen im Rat senden.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.