Es geht um positive Lebensbedingungen für Menschen

Veröffentlicht am 21.09.2009 in Kreistagsfraktion

Jugendhilfeplanung zeigt Gesamtsituation der Einrichtungen und Dienste im Landkreis auf
Straubing-Bogen: Mit dem aktuellen Stand des Jugendhilfeplans befasste sich die SPD-Kreistagsfraktion auf ihrer Sitzung am Freitag im Dorfwirtshaus in Gossersdorf. Rolf Pielmeier, Sachbearbeiter des Jugendhilfeplans im Landratsamt stellte die Ergebnisse der mit der Materie beschäftigten Arbeitsgruppe vor. Vorsitzender Heinz Uekermann betonte, dass sich die SPD-Fraktion viele Jahre durch Öffentlichkeitsarbeit und Anträge für die Erstellung des Plans im Landkreis stark gemacht habe.

„Präventionsmaßnahmen werden für die Betroffenen eine positive Wirkung zeigen“, so der Fraktionsvorsitzende. Für die Zukunft gesehen würden sie auch finanzielle Einsparungen für Kommunen und Landkreis darstellen. Jugendhilfeplanung sei für einen wesentlichen Anteil der Bevölkerung wichtig, sagte Pielmeier. Zielgruppen seien Kinder, Jugendliche und Familien. Bei seinem eindrucksvollem Bericht ging der Sachbearbeiter sowohl auf die Entstehung im Landkreis, als auf gesetzliche Grundlagen und Ziele ein. Ein übergeordnetes Ziel seien Maßnahmen, die dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und Familien zu erhalten oder zu schaffen.

Kein abgeschlossenes Werk

Intensiv ging das Gremium auf die Veränderung bei der Kindertagesbetreuung ein. Überlegenswert nannte Pielmeier es, das Betreuungsangebot kostenlos zur Verfügung zu stellen. Trotz Ausbau der Kinderkrippen im Landkreis würden Tagespflegepersonen nicht überflüssig, gerade Randzeiten könnten dadurch abgedeckt werden. „Wenn die Tagespflegestrukturen erhalten bleiben sollen, müssen die politischen Entscheidungsträger findig sein.“ Die Fraktion sprach sich in diesem Zusammenhang erneut dafür aus, das Einkommen der Tagesmütter zu erhöhen.

Die grafische Darstellung der Grund- und Hauptschulsituation im Landkreis sahen die Sozialdemokraten als sehr aufschlussreich an. Der Jugendhilfeplan stelle hier, wie in anderen Bereichen, endlich die Gesamtsituation dar und schaffe damit die Basis für eine fundamentale Arbeit. Die Ganztagesbetreuung und die Jugendsozialarbeit an den Schule bringe bereits positive Effekte.

Im April 2007 wurde er der Arbeitsgruppe Jugenhilfeplanung, die seit zwei Jahren bestand als Sachbearbeiter zur Seite gestellt. Seither wurden in siebzehn Sitzungen zu den verschiedenen Themenbereichen Feststellungen erarbeitet und der Bestand an Diensten und Einrichtungen im Landkreis zusammengestellt. Nun sei der erste Entwurf mit allen Teilplänen an die Mitglieder der Arbeitsgruppe versandt und werde in den kommenden Sitzungen diskutiert und bearbeitet, um ihn dann dem Jugendhilfeausschuss vorzustellen. Damit hätte man jedoch kein abgeschlossenes Werk, betonte Pielmeier. Jugendhilfeplanung sei ein ständig begleitender Prozess in einem sozialen Raum. Die Aussage decke sich mit der Vorstellung der Fraktion, so die einhellige Meinung.

Als weitere Vorgehensweise könnte Pielmeier sich vorstellen, dass jährlich Schwerpunkte gesetzt werden, die bearbeitet werden müßten. In regelmäßigen Abständen sollte eine Evaluierung durchgeführt werden und Projekte entstehen. Netzwerke und das Fortbestehen der Arbeitsgruppe halte er dabei für unerlässlich. Wichtig wäre jetzt, so Kreisrätin Rosi Deser, das Bewusstsein in den Gemeinden für die Bedeutung des Jugendhilfeplans zu schärfen. Rolf Pielmeier betonte, dass ihm sehr daran gelegen sei, den Jugendhilfeplan auch in den Gemeinden vorzustellen, weil er Hilfsmittel für kommunale Entscheidungsträger sein könne.

Ausbau der Kinderbetreuung

Intensiv ging das Gremium auf die Veränderung bei der Kindertagesbetreuung ein. Überlegenswert nannte Pielmeier es, das Betreuungsangebot kostenlos zur Verfügung zu stellen. Trotz Ausbau der Kinderkrippen im Landkreis würden Tagespflegepersonen nicht überflüssig, gerade Randzeiten könnten dadurch abgedeckt werden. „Wenn die Tagespflegestrukturen erhalten bleiben sollen, müssen die politischen Entscheidungsträger findig sein.“ Die Fraktion sprach sich in diesem Zusammenhang erneut dafür aus, das Einkommen der Tagesmütter zu erhöhen.

Die grafische Darstellung der Grund- und Hauptschulsituation im Landkreis sahen die Sozialdemokraten als sehr aufschlussreich an. Der Jugendhilfeplan stelle hier, wie in anderen Bereichen, endlich die Gesamtsituation dar und schaffe damit die Basis für eine fundamentale Arbeit. Die Ganztagesbetreuung und die Jugendsozialarbeit an den Schule bringe bereits positive Effekte.

 

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Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.