Nur noch bis Donnerstag (30.September) hat die Bevölkerung Gelegenheit, Einwände gegen das Atomkraftwerk Temelin in Tschechien zu erheben.
Darauf weist der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl hin. Strobl, Sprecher der oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordneten: „Die Menschen in Bayern wollen den Ausstieg aus der Atomenergie. Das haben sie mit über 30.000 Unterschriften – davon viele aus der Oberpfalz - im Rahmen einer Massenpetition erst kürzlich deutlich gemacht. Die Oberpfälzer haben mit Erfolg die atomare Wiederaufarbeitungsanlage (WAA) in Wackersdorf verhindert. Sie wollen auch keinen Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Temelin.“ so Strobl.
„Einwendungen sind wichtig, denn die UVP zum Ausbau von Temelin soll nach EU-widrigem, tschechischen UVP-Gesetz durchgepeitscht werden.“ Gegen den Ausbau des AKW Temelin können im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) Einwendungen gemacht werden. Die Menschen wollten den Ausstieg aus der Atomenergie und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Viele Gemeinden in der Oberpfalz würden sich darum bemühen, energieautark zu werden. Im Übrigen sei auch Uran nicht unendlich vorhanden, sondern nur noch für einen bestimmten Zeitraum. Deshalb müsse man sich frühzeitig umstellen. Weiterhin sei nirgends die Endlagerung endgültig geregelt – weder in Deutschland noch in Tschechien. Das sei mehr als unverantwortlich gegenüber kommenden Generationen.
Vordrucke für Einwendungen gibt es übrigens unter www.reinhold-strobl.de oder www.atomenergie-protest.org.