Einblick in die Apotheke bekommen

Veröffentlicht am 29.10.2014 in Kreistagsfraktion

SPD-Kreistagsfraktion besichtigte Apotheke im Krankenhaus Landshut-Achdorf

Was wörtlich übersetzt ein „Aufbewahrungsort“ ist, erkundeten die Kreisräte der SPD-Kreistagsfraktion in der vergangenen Woche mit großem Interesse, die meisten von ihnen kannten eine Krankenhausapotheke von innen noch nicht.

„Aufbewahrt“ werden unter der fachkundigen Leitung von Apotheker Johann Gürtner im Krankenhaus Landshut-Achdorf eine Vielzahl von Medikamenten, Salben, Tinkturen und Nährlösungen. Das Haus in Achdorf versorgt zudem die Krankenhäuser in Vilsbiburg und die Schlossklinik in Rottenburg, informierte Gürtner die Kreisräte der SPD.

Die Landtagsabgeordnete Ruth Müller hatte die Besichtigung angeregt, nachdem sie über eine Anfrage erfahren hatte, dass durch die Änderungen der Apothekenbetriebsordnung zahlreiche Krankenhäuser von Umbaumaßnahmen betroffen sind. In Niederbayern gibt es derzeit neun Krankenhausapotheken, von denen beispielsweise Passau bereits 2011 den Umbau abgeschlossen hat. Neu hinzugekommen ist in der Apothekenbetriebsordnung auch ein verstärkter Anspruch an das Qualitätsmanagement und an Hygienemaßnahmen, informierte die Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Marlis Flieser-Hartl die Kreisräte. Interessant fanden die Kreisräte auch den Blick in den Reinraum, in dem Zytostatika hergestellt und verarbeitet werden.

„Das Krankenhaus Landshut Achdorf hat rechtzeitig die erforderlichen baulichen Maßnahmen getroffen, um die hohen Anforderungen an diese Räume zu erfüllen,  erläuterte Dr. Marlis Flieser-Hartl. Besondere Sorgfalt erfordert die Abgabe von Arzneimitteln nach dem Betäubungsmittelgesetz, erläuterte der zweite Apotheker Werner Gräf seine Dokumentation. „Auch bei uns in der Apotheke wird es durch die erweiterten Dokumentationspflichten einen Mehraufwand geben“, machte der leitende Apotheker Johann Gürtner deutlich. Um die Finanzausstattung der Krankenhäuser ging es im weiteren Gespräch mit der SPD-Kreistagsfraktion.

Die Bayerischen Krankenhäuser stehen unter massivem finanziellem Druck. Die SPD-Gesundheitspolitiker im bayerischen Landtag haben sich erst kürzlich mit dem Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Siegfried Hasenbein getroffen und dabei über die Finanzausstattung diskutiert. 52 Prozent der Kliniken im Freistaat wiesen im Jahr 2013 ein negatives Ergebnis aus. Im Jahr 2010 waren es lediglich 20 Prozent der Kliniken, was bedeutet, dass sich die Zahl innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt hat. Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag hat deshalb den Antrag gestellt, die Haushaltsmittel für den Doppelhaushalt 2015/2016 um 50 Millionen Euro auf 550 Millionen Euro zu erhöhen, um Investitionsmaßnahmen besser zu fördern, informierte MdL Ruth Müller.

 

Bildunterschrift: Die Kreisräte Filiz Cetin, Gerhard Babl und Sebastian Hutzenthaler beim Ortstermin in der Apotheke im Krankenhaus Landshut-Achdorf

 

Homepage SPD Landkreis Landshut

  

Projekt 2016 - Schuld & Sühne?

„Historischen Themennachmittage" im Labertal

Die intensive Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig um die Gegenwart zu verstehen und der Zukunft zu vertrauen. Der AK Labertal will fundierte Geschichtsbewältigung unter sozialdemokratischen Gesichtspunkten anbieten Es gibt nichts zu glorifizieren, nichts zu beschönigen und schon gar nichts zu rechtfertigen. Wir wollen aber auch nicht anklagen und verurteilen - keiner von uns kann heute sagen, wie er sich selbst verhalten hätte, in einer anderen Zeit.

- Rückblick -
Der SPD-Arbeitskreis Labertal hat mit dem „Historischen Themennachmittag“ zur Schierlinger Muna am 24. Januar 2010 begonnen, sich mit den Ereignissen vor 65 Jahren genauer zu beschäftigen. Neben dem „Wunder von Schierling“ sollt der Blick auch auf die Todesmärsche durch das Labertal gelenkt werden.

Die Brüder Gandorfer beschäftigten den AK am historischen Datum 7. November 2010 in Pfaffenberg.

Im Spätherbst 2011 wurde mit "Die Engel von Laberweinting" erneut an das Thema "65 Jahre Kriegsende" angeknüpft. 62 tote Kinder in nur wenigen Monaten, so die Bilanz des Entbindungs- und Kinderheims für Fremdländische.

Der letzte „Historische Themennachmittag“„GELINZT - Euthanasie- Opfer aus dem Labertal“ fand am 4. März in Geiselhöring statt. Das Thema wurde mit einer Informationsfahrt am 14. April an den Gedenkort Hartheim bei Linz abgerundet.

Die Dokumentationen zu den Themennachmittagen (oder den Bonhoeffer-Wochen) sind unter www.agentur-labertal.de zu bestellen!

Projekt 2015 - Flucht, Vertreibung und Asyl

Flucht, Vertreibung und Asyl 1945 / 2015

Sonstiges

 

120 Jahre BayernSPD - Im Dienst von Freiheit und Demokratie Frauen sind in der rechtsextremen Szene keine Seltenheit mehr – sie sind die „nette“ Nachbarin oder betreiben Biolandbau und verkaufen „Deutschen Honig“ und unterwandern so die Gesellschaft mit neonazistischem Gedankengut. Die Ausstellung „Braune Schwestern“ aus Österreich war 2012 erstmals in Niederbayern zu sehen und beschäftigt sich mit der Symbolik, den Liedern und dem Gedankengut der rechtsextremen Frauenszene.